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DFB-Pokal

Augen auf und durch!

Drei, vier Wörter, die Michael Frontzeck am Montag gebrauchte, lassen schon erahnen, was Dienstagabend beim Zweitrunden-Pokalspiel der „Roten“ bei Darmstadt 98 (Anpfiff ist um 20.30 Uhr) besonders gefragt ist: Geduld. Am Böllenfalltor zählt nur eines: Weiterkommen – egal wie.

veröffentlicht am 26.10.2015 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 26.10.2015 um 20:52 Uhr

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Sowohl bei den Spielern als auch - oder besonders - bei den Zuschauern. Der Trainer von Hannover 96 sprach von einem „kampfbetonten“ Spiel, das er erwarte, von einer „komplizierten“ Begegnung auf „Augenhöhe“, die über die „Einstellung“ entschieden werde, von einem „schwer bespielbaren“ Gegner. Das klingt nach einer extrem defensiven Grundordnung. Immerhin fügte der 51-Jährige noch an: „Natürlich wollen wir eine Runde weiterkommen“ - aber auch da gab es eine kleine Einschränkung: „Das will Darmstadt aber auch.“

Ein offener Schlagabtausch ist bei der defensiven Ausrichtung beider Teams und nach den bisherigen Auftritten der 96er - trotz der zwischenzeitlichen zwei Siege - heute ohnehin nicht zu erwarten. In der Offensive halten sich beide darüber hinaus vornehm zurück, was in diesen Fällen eindeutig an der mangelnden Qualität liegt. Zwölf Tore der Darmstädter und neun der Hannoveraner in den bisherigen zehn Bundesligaspielen sind ein eindeutiger Beweis.

Das alles lässt einen sehr langen, hoffentlich nicht langatmigen Fußballabend vermuten. Das Gute: Bei einem Pokalspiel muss es irgendwann eine Entscheidung geben; es muss also mindestens ein Tor fallen. Wer gern wettet, dürfte aber gut beraten sein, wenn er auf einen Sieger nach Elfmeterschießen setzt.

96-Coach Frontzeck wollte nach eigener Aussage die Schüsse vom Punkt nicht speziell üben lassen, hat sich aber schon Gedanken gemacht, wie er die Auswahl dann treffen könnte. „Die Jungs haben dann 120 Minuten in den Knochen“, sagte er, „da ist es wichtig, welchen Eindruck sie machen. Erst wenn ich sie mir ganz genau angesehen habe, kann ich sie nominieren.“

Dass es nur drei Tage nach der ernüchternden 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt (Frontzeck: „Ich sehe das Spiel nicht so kritisch wie die Medien“) eine Chance zur Rehabilitation gibt, findet Frontzeck nur eingeschränkt positiv. „Natürlich ist es schön, gleich wieder auf dem Platz zu stehen“, sagte der 96-Coach, „aber wir haben sehr viel investiert und auch verloren. Wir haben nicht viel Zeit, uns vorzubereiten.“

Der Trainer erwartet, dass seine Mannschaft hellwach in das Spiel geht. Dafür sorgen soll auch die eine oder andere Umstellung, die, das würde Frontzeck nie sagen, auch Leistungsgründe hat. Als Erstes wäre man da auf Miiko Albornoz gekommen. Da widerspricht der Coach jedoch vehement. „In Miiko haben wir einen guten linken Verteidiger“, sagte er, „davon gibt es in der Bundesliga nicht viele.“ Ansichtssache. Eine Pause bekommt wohl Stürmer Artur Sobiech - nicht nur, weil er leicht angeschlagen ist. Für ihn darf sich Mevlüt Erdinc versuchen. Marcelo ist gesperrt, für ihn rückt Felipe in die Innenverteidigung. Für den müden Leon Andreasen könnte Oliver Sorg spielen. Umstellungen hin oder her: Es kann nur besser werden als gegen Frankfurt. Und: Heute zählt nur das Weiterkommen.



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