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Europa League

Albtraumlos für Hannover 96: Anschi Machatschkala

Hatte man wirklich geglaubt, es könnte nach der Pokaldemütigung in Dortmund nicht schlimmer kommen zum Jahresabschluss? Doch, es konnte. Patrick Kluivert, der ehemalige niederländische Weltklassestürmer, bescherte den Hannover 96 ein Albtraumlos für das Sechzehntelfinale der Europa League.

veröffentlicht am 20.12.2012 um 22:40 Uhr
aktualisiert am 23.12.2012 um 00:15 Uhr

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Als zwölftes Spiel loste er die Partie Anschi Machatschkala gegen Hannover 96 aus – und sorgte für nachdenkliche Mienen bei 96. Diese verdunkelten sich noch einmal, als das mögliche Achtelfinale ausgelost wurde: Im Falle des Weiterkommens gegen die Russen würde 96 auf den Sieger der Begegnung Newcastle United gegen Metalist Charkow treffen, in der die Ukrainer als Favorit gelten.

Machatschkala, schwer auszusprechen, schwer zu schreiben, unheimlich weit weg und noch schwerer zu erreichen. Einen Direktflug gibt es nicht, einmal umsteigen – in Moskau – ist Pflicht. Und die russische Hauptstadt ist noch rund 1600 Kilometer Luftlinie von der Metropole der Teilrepublik Dagestan entfernt. Da können die „Roten“ von Glück sagen, dass der europäische Fußball-Verband UEFA den Machatschkalanern untersagt hat, internationale Partien im eigenen Dinamo-Stadion auszutragen.

Anschi muss wegen der allgemeinen Sicherheitslage im Nordkaukasus seine Heimspiele in Moskau bestreiten, im Luschniki-Stadion. Dafür ist dort das Klima erheblich strenger als an der Westküste des Kaspischen Meeres. Das könnte gerade im Februar (das Hinspiel findet dort am 14. Februar um 18 Uhr statt, das Rückspiel am 21.  Februar, 21.05 Uhr, in Hannover) wegen der extremen Kälte ein echter Nachteil für 96 sein. Und gespielt wird auf Kunstrasen.

Hinzu kommt, dass das russische Team auch sportlich einiges zu bieten hat und ein schwerer Gegner ist. Star des Teams ist der Kameruner Samuel Eto’o, der schon für den FC Barcelona und Inter Mailand auf Torejagd gegangen ist und schon viermal Fußballer des Jahres in Afrika war. Trainiert wird die Mannschaft vom Niederländer Guus Hiddink, der auch bereits die russische und türkische Nationalmannschaft gecoacht hat.

„Anschi ist für uns eine große Herausforderung“, sagt 96-Trainer Mirko Slomka. „Der Klub hat in den vergangenen Jahren mit großer Finanzkraft eine Mannschaft entwickelt, die aktuell Zweiter in der russischen Liga ist und auch international ehrgeizige Ziele hat“, fügt Sportdirektor Jörg Schmadtke an. „Das Los ist extrem anspruchsvoll“, findet Klubchef Martin Kind, „wenn wir dort im Hinspiel ein ordentliches Ergebnis erzielen, haben wir im Rückspiel eine volle AWD-Arena und eine gute Chance weiterzukommen.“

Wenn die „Roten“ die Hürde Machatschkala nehmen, könnte es besser werden. Allerdings nur, wenn der Favorit Charkow, in der Ostukraine gelegen und wie Moskau knapp 2000 Kilometer entfernt, scheitert. Dann ginge es im Rückspiel des Achtelfinals nach England, nach Newcastle. Ein englischer Klub war ja das Wunschlos vieler 96-Spieler. Trotz Machatschkala – es kann alles noch gut werden.



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