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Martin Kind im Interview

„Ab und zu europäisch spielen“

„Jetzt gilt es, da wieder zu landen, wo wir eigentlich hinwollten“ –96-Klubchef Martin Kind spricht über die Zukunft von Hannover 96, eine Rückkehr in die Europa-League und den Charakter seiner Spieler.

veröffentlicht am 28.04.2014 um 08:17 Uhr
aktualisiert am 28.04.2014 um 09:17 Uhr

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Ja, natürlich. Die beiden Siege gegen Hamburg und Frankfurt waren die Schlüsselspiele. Ich hatte zwar gehofft, dass wir daran auch gegen Stuttgart anknüpfen könnten, aber im Prinzip war mir nach fünf oder zehn Minuten klar, wie das Spiel laufen würde.

Es gibt gewisse Planungen, aber noch nicht durchgängig. Vertragsverlängerungen sind die eine Fragestellung – da laufen sicherlich schon Gespräche. Und das Zweite sind Neuverpflichtungen – da sind wir noch nicht so weit.

Wichtig ist, dass der Trainer jetzt die Chance hat, seine Philosophie und seine Profile darzustellen. Tayfun Korkut hat ja eine etwas differenzierte Philosophie vom Fußball, als er im Moment spielen muss. Und es soll ja eine zukunftsorientierte Ausrichtung sein, da sollten wir jetzt mit einer Zweijahresplanung herangehen.

Da sind wir offen. Dieses Jahr ist eine Saison gewisser Rückschläge und einer Stagnation gewesen, das muss man schon ehrlich so einordnen. Jetzt gilt es, da wieder zu landen, wo wir eigentlich hinwollten. Das heißt, es sind insbesondere Transferentscheidungen notwendig, die diese Perspektive auch tatsächlich eröffnen.

… sicherlich nicht vollumfänglich gelungen. Das müssen wir analysieren, wobei ich keine der Entscheidungen kritisiere. Aber viel wichtiger sind die Analyse und das, was wir daraus lernen können, um andere und vielleicht abgesichertere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Und wir müssen auch die Charaktereigenschaften von Spielern hinterfragen. Denn Fußball ist zum Schluss eben ein Mannschaftssport. Das müssen wir vielleicht noch ein bisschen mehr berücksichtigen.

Sie müssen sich abstimmen. Wenn sie sich nicht abstimmen, gibt es keine Entscheidung. Aber Herr Korkut hat ja, das muss man so deutlich sagen, und das ist keine Kritik, die Mannschaft so vorgefunden, wie sie ist. Er hatte – mit Ausnahme von Artjoms Rudnevs, dessen Verpflichtung aber eigentlich schon entschieden war – keinen Einfluss auf die Zusammensetzung. Er hat mit der Mannschaft professionell gearbeitet, hat sich nie zur Mannschaft geäußert und hat sie so akzeptiert. Aber natürlich ist jetzt der Punkt, dass er seine Überlegungen in die Gespräche einbringen kann. Und die werden dann mit Sicherheit auch berücksichtigt werden.

In einer Zweijahresplanung ja. Wenn man einen zu massiven Umbruch macht, würde man vieles infrage stellen. Das wäre dann deutlich riskanter, als wenn man in zwei Schritten einen Umbau vollziehen würde. Man muss Spieler integrieren, und wir haben in dieser Saison gesehen, wie schwierig das teilweise ist. Ich denke, wir müssen da mit sehr viel Vernunft herangehen. Aber wenn die Argumente gut sind, kann auch mehr passieren.

So eine Saison wie diese sollte sich nicht wiederholen. Sie hat alle Beteiligten seit Oktober, November bis jetzt sehr viel Kraft gekostet. Mehr Kraft, als ich mir vorstellen konnte. Es muss also schon das Ziel sein, ab und zu einmal europäisch zu spielen. Aber jetzt sollten wir erst einmal zur Kenntnis nehmen, dass wir im 13. Jahr in der Bundesliga spielen. Das ist ja trotz dieses temporären Tiefs oder Rückschlags für Hannover schon ein gutes Ergebnis.



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