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3:3-Unentschieden gegen Bremen

Überheblichkeit kostet 96 den Sieg

1:0 geführt, 3:2 geführt – und trotzdem nicht gewonnen. Das 3:3 im Fußball-Bundesliganordderby bei Werder Bremen hatte sich Hannover 96 mit einer überheblichen Schlussphase selbst zuzuschreiben.

veröffentlicht am 13.12.2014 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 16.12.2014 um 00:15 Uhr

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Langjährige Nordderbybeobachter waren sich einig: Mit einer schlechteren Werder-Mannschaft hatte es 96 in der Vergangenheit noch nicht zu tun. Doch ein leichtfertiger Umgang mit den Torchancen, ein miserables Konterspiel nach der 3:2-Führung und Fehler in der Defensive verhalfen den Bremern zu einem Unentschieden, das beiden Klubs nicht hilft. Die „Roten“ hätten mit mehr Konzentration bereits in der 1. Halbzeit auf 3:0 davonziehen können. Nach dem 3:2 von Hiroshi Kiyotake in der 64. Minute fühlte sich die Mannschaft zu sicher.

Beim 1:0 (12. Minute) stand Lars Stindl dort, wo sonst ein Mittelstürmer steht. Auch Joselus Treffer zum 2:2 (62.) war ein Abstauber. Bei Kiyotakes Freistoß zum 3:2 machte Werder-Torhüter Richard Strebinger eine schlechte Figur – außerdem war der Treffer nicht regulär, weil Joselu im Abseits stand. Die Bremer Treffer von Zlatko Junuzovic (Freistoß, 36.) und Melvyn Lorenzen (55., herrlicher Schlenzer) waren sehenswert, das 3:3 von Davie Selke (88.) war ebenfalls ein Treffer aus kurzer Distanz.

Das 3:3 war in jeder Hinsicht ärgerlich für 96, denn ihm voraus gingen gleich drei individuelle Abwehrfehler. Christian Schulz verlor ein wichtiges Kopfballduell, Miiko Albornoz verhinderte die Flanke nicht, Marcelo kam gegen Selke zu spät, den Schulz aus den Augen verloren hatte.

Christian Schulz hat für beide Vereine gespielt, auch deshalb haben alle im Weserstadion auf ihn geschaut. Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Klub zeigte der 96-Verteidiger eine seiner schlechtesten Saisonleistungen. Vor dem 1:1 schickte er den Kollegen Hiroki Sakai mit einem unsauberen Pass in einen Zweikampf, der zum Freistoß führte. Beim zweiten Treffer ließ sich Schulz vom jungen Lorenzen zu leicht verladen, auch bei Gegentor Nummer 3 war er beteiligt.

Die „Roten“ hatten mehr Ballbesitz (54:46 Prozent) und gewannen mehr Zweikämpfe (55:45 Prozent), auch mehr der hannoverschen Pässe fanden den Weg zum Mitspieler (74 Prozent, bei Werder waren es 67 Prozent). Die Bremer gaben mehr Torschüsse ab als die Gäste (19:12). Bei 96 hatte Lars Stindl mit meisten Ballkontakte (77) – mit Joselu und Kiyotake war er der beste 96er.

„Wir hätten frühzeitig das 4:2 oder 5:2 machen können. Zum Schluss kommt noch mal Druck auf, und dann rutscht so ein Ding noch mal rein.“

„Das 3:3 ist eine gute Sache für unsere Jungs. Mit uns wird es nicht langweilig – vergangene Woche 2:5 in Frankfurt, jetzt ein 3:3.“



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