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Rekordstrafe

96 zahlt 100.000 Euro für Randale

Die Randale beim Derby-Hinspiel im November vergangenen Jahres gegen Eintracht Braunschweig kommt Hannover 96 teuer zu stehen. Insgesamt 100 .000 Euro müssen die „Roten“ für die Ausschreitungen in der HDI-Arena auf den Tisch legen.

veröffentlicht am 02.04.2014 um 19:34 Uhr
aktualisiert am 05.04.2014 um 00:15 Uhr

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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte 96 zu 50.000 Euro Strafe, zudem erhielt der Bundesligist eine Auflage von weiteren 50.000 Euro, die noch vor dem Rückspiel in Braunschweig am Sonntag in Projekte und Maßnahmen zur Gewaltprävention gesteckt werden müssen.

„Wir prüfen juristisch, inwieweit wir die Strafe zu Teilen oder gesamt an die Verursacher weitergeben können“, sagte Klubchef Martin Kind gestern nach dem Urteil. In seiner Begründung sprach das DFB-Sportgericht von fortgesetztem unsportlichen Verhalten der 96-Anhänger. Die 100.000 Euro sind die höchste Summe, mit der 96 jemals für Zuschauerausschreitungen zur Kasse gebeten wurde.

Dabei trifft den Klub die Auflage in Höhe von 50.000 Euro noch am geringsten. Für die von 96-Seite geplanten Sicherheitsvorkehrungen rund um das Spiel in Braunschweig wie etwa der Einsatz von Ordnern, entstehen dem Verein ohnehin erhebliche Kosten. Das Geld für diese Maßnahmen hätten die „Roten“ auch ohne das Urteil des Sportgerichts aufwenden müssen.

Fraglich ist aber, ob sich damit Szenen wie im Hinspiel vermeiden lassen, für die nun beide Klubs bestraft wurden – auch Braunschweig erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro sowie Auflagen von 20.000 Euro. Bei der Partie am 8. November stürmten Chaoten aus Braunschweig und Hannover die Eingangsbereiche des Stadions, später wurden sowohl im Heim- als auch im Gästeblock massenhaft bengalische Feuer gezündet.

Im weiteren Verlauf der Begegnung fielen besonders die 96-Anhänger im Oberrang der Nordtribüne negativ auf, wo die „Ultras“ ihre Plätze haben. Beim ersten Eckball der Eintracht in der 7. Spielminute flog eine Leuchtrakete auf das Spielfeld. Anschließend zündeten die 96-Anhänger immer wieder Bengalos, fast während der gesamten
 2. Halbzeit brannte die gefährliche Pyrotechnik auf der Nordtribüne. Klubchef Kind bezeichnete die Situation damals unmittelbar nach der Partie als „beschämend. Das ist ein Niveau, das wir so nicht akzeptieren können.“ Zudem werteten die 96-Fans ihre Choreografie zu Beginn des Spiels mit Bannern wie „Abschaum“ und „Tod und Hass dem BTSV“ selbst ab.

Am Sonntag sollen nun die vom DFB als Auflage deklarierten Geldstrafen auf beiden Seiten für mehr Sicherheit sorgen. Insgesamt 3300 Polizisten werden im Einsatz sein, um erneute Randale rund um das Prestigeduell zu verhindern.



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