weather-image
21°

Streit um Derby-Anfahrt

96 will Auswärtsdauerkarten streichen

Hannover 96 will aus dem Streit um die Vergabe von Derbytickets für Auswärtsdauerkarteninhaber Konsequenzen ziehen. Laut Klubchef Martin Kind wird es das Angebot für alle 17 Auswärtsspiele der „Roten“ in der nächsten Saison wohl nicht mehr geben.

veröffentlicht am 01.04.2014 um 22:14 Uhr
aktualisiert am 04.04.2014 um 00:15 Uhr

96-will-Auswaertsdauerkarten-streichen.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Es war eine wohlwollende und gut gemeinte Entscheidung von uns, aber die ist wohl falsch verstanden worden“, sagte Kind am Dienstag der HAZ. „Das werden wir in Zukunft so sicher nicht weitermachen.“

Der Verein, so Kind weiter, habe durch das Angebot an seine Anhänger keinerlei Vorteile. Lediglich die 254 Käufer der Auswärtsdauerkarte in dieser Saison haben die Sicherheit, zu jedem Spiel definitiv eine Karte aus dem festgeschriebenen Kontingent der Gastmannschaft zu erhalten. Speziell bei der Partie in Braunschweig am Sonntag, für die 96 insgesamt 2100 Karten erhalten hat, aber nach eigenen Angaben viermal so viele Interessenten hatte, ist das ein riesiger Vorteil. Doch den wird es in der kommenden Saison – unabhängig vom Ausgang des Abstiegskampfes beider Rivalen – wohl nicht mehr geben.

Ein zweifacher Vater und Inhaber einer Auswärtsdauerkarte hatte versucht, per gerichtlicher Eilentscheidung die geplante Ausgabe der Derbykarten zu stoppen. Die Tickets sollen den 2100 Fans der „Roten“ aus Sicherheitsgründen erst an Bord der Busse übergeben werden, mit denen sie am Sonntag geschlossen nach Braunschweig gebracht werden. Der Vater hatte beantragt, drei Karten für sich und seine beiden Kinder ohne die verpflichtende Teilnahme an der Busfahrt ausgehändigt zu bekommen. Noch bevor das Amtsgericht in dem Eilverfahren ein Urteil sprechen konnte, hatte Hannover 96 dem Vater und seinen Kindern Karten für die Braunschweiger Haupttribüne zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot hatte der Vater jedoch ausgeschlagen, weil er mit seinen Kindern das Spiel vom Gästeblock aus verfolgen möchte.

Mit der Ablehnung des Angebots sind die Erfolgsaussichten des Klägers, der von Rechtsanwalt Andreas Hüttl vertreten wird, denkbar gering. „Der Kläger hat über seinen Anwalt den Antrag auf drei Karten für das Spiel gestellt. Die sind ihm zur Verfügung gestellt worden“, sagt Amtsgerichtssprecher Jens Buck. Der Antragssteller habe aber nicht angegeben, für welchen Bereich die Karten gelten sollten. Die Amtsrichterin hatte bereits durchblicken lassen, dass sie den Antrag des zweifachen Vaters ablehnen werde.

. Die Ausgangslage habe sich aufgrund der Tabellensituation der beiden Klubs verschärft. Sollte es in Braunschweig erneut zu Ausschreitungen kommen, „wird der nächste Schritt sein, die Gästefans auszuschließen“, sagt Pistorius.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?