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0:1 gegen Hamburg

96 verliert unglücklich im Nordderby

Hannover 96 hat das Nordderby gegen den Hamburger SV mit 0:1 verloren. Torhüter René Adler rettete den Hanseaten zur 125-jährigen Geburtstagsfeier einen schmeichelhaften Sieg, nachdem Artjoms Rudnevs (20.) die Gastgeber in Führung gebracht hatte.

veröffentlicht am 29.09.2012 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 01.10.2012 um 18:41 Uhr

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Eine Mannschaft wie Hannover 96 weiß, was sich gehört. Zu einem Geburtstag geht man nicht mit leeren Händen, und wenn es dann noch der 125. ist wie der des Hamburger SV, dann darf es auch ein besonders schöner Blumenstrauß sein, in dem sich die Klubfarben des Jubilars wiederfinden. So wie der, den 96-Kapitän Steven Cherundolo seinem Kollegen Heiko Westermann vor dem Anpfiff des Bundesliga-Nordderbys überreichte. Es war, und das machte die Sache am Sonnabend aus hannoverscher Sicht so richtig ärgerlich, nicht das einzige Präsent für die Hanseaten, die nach dem 1:0 ihr Glück am Ende nicht so recht fassen konnten. „Hannover war fußballerisch besser und hätte es verdient gehabt zu gewinnen“, sagte Rafael van der Vaart, was sich gar ein wenig dankbar anhörte, das Geschehen vor allem in der 2. Halbzeit aber treffend wiedergab.

Auch keiner der eingefleischten HSV-Fans unter den 57.000 Zuschauern hätte sich beschweren können, wenn ihnen die „Roten“ die große Geburtstagssause, zu der die drei Punkte am Ende ebenso trefflich passten wie zum Anpfiff die beeindruckende Choreografie auf den Rängen des ausverkauften Stadion, noch vermasselt hätten. 96 war nach der Pause die eindeutig tonangebende Mannschaft; im Eishockey würde man von Powerplay sprechen, denn die Hannoveraner starteten einen Angriff nach dem anderen Angriff. Doch was nutzt es, sich fast ein halbes Dutzend erstklassiger Torchancen herauszuspielen, wenn davon nicht eine einzige verwertet wird?!

Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka scheiterte dieses Mal nicht an einem übermächtigen Gegner, sondern an sich selbst, und das machte diese Niederlage besonders ärgerlich. „Zuletzt waren wir dafür bekannt, dass wir aus wenigen Chancen viele Tore machen“, sagte Mittelfeldspieler Lars Stindl. Diesmal aber habe es damit überhaupt nicht geklappt, trotz einer sehr guten Auswärtsleistung. „Dass wir nichts mitgenommen haben, das zählt am Ende.“

Stindl gehörte zu den 96-Spielern, die es auf dem Fuß hatten, den Hamburgern die Geburtstagsstimmung so richtig zu vermiesen. Seinen Direktschuss nach einer Hereingabe des in der 2. Halbzeit nicht wiederzuerkennenden Didier Ya Konan klärte HSV-Innenverteidiger Michael Mancienne auf der Linie (66. Minute). Da hätte es gut und gerne auch schon 3:1 für 96 heißen können, Ya Konan (61.) und Mohammed Abdellaoue (64.) hatten zuvor den Ball nicht im Tor unterbringen können. Abdellaoue (75.) und Ya Konan (81.) fanden danach bei erstklassigen Gelegenheiten in HSV-Keeper René Adler, dem überragenden Spieler des Tages, ihren Meister.

Dass auch Ron-Robert Zieler in der Schlussphase zweimal gegen Maximilian Beister (81.) und Artjoms Rudnevs (90.) zur Stelle war, tat letztlich nichts mehr zu Sache. Der 96-Schlussmann musste das entscheidende Tor des Tages auf seine Kappe nehmen. Einen Abschlag hatte der 23-Jährige dem Hamburger Tolgay Arslan direkt vor die Füße gespielt, den folgenden Konter über Son Heung-Min und van der Vaart schloss Rudnevs eiskalt ab – indem er Zieler den Ball auch noch durch die Beine schob.

Mirko Slomka sprach in Bezug auf den missglückten Abschlag von einem „schweren Fehler“, den aber nehme er Zieler, der 96 schon so oft den Rücken frei gehalten habe, nicht übel. Richtig aufgebracht war der Trainer über eine nicht geahndete Attacke von Mancienne, der Mario Eggimann bei der ersten 96-Ecke (9.) im Strafraum am Trikot festhielt. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nicht auf Strafstoß; in dem Fall noch ein schönes Präsent für den HSV.Doch weiß wer, ob 96 am Sonnabend nicht auch diese Chance ausvertan hätte ...



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