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96 verliert 1:2 gegen Eintracht Frankfurt

Das kurze Fußballhoch ist schon wieder vorbei. Nach einer streckenweise enttäuschenden Leistung verlor Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt mit 1:2 . Die Roten zog sich nach dem Führungstreffer unverständlicherweise zurück, auch Trainer Michel Frontzeck fand seine Elf in dieser Phase zu passiv.

veröffentlicht am 24.10.2015 um 13:59 Uhr
aktualisiert am 24.10.2015 um 18:52 Uhr

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In der ersten Halbzeit war das Standfußball (praktiziert von Frankfurt) gegen Schnarchfußball (praktiziert von 96). Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Und wenn die 96-Profis bei den vergangenen 1:0-Siegen gegen Bremen und Köln Selbstvertrauen getankt hatten, dann war es irgendwie mit dem Anpfiff wieder weg. Nach der Pause ging 96 mit dem besten Angriff durch Felix Klaus in Führung (51. Minute). Doch die Freude bei den 44 200 Besuchern hielt nicht lange. Mit einem Doppelschlag sorgte Marc Stendera für zwei Eintracht-Treffer (57. und 65.) und damit schon für den Sieg, weil den erschreckend ideenlosen 96ern nichts mehr einfiel.

Dem Treffer von Klaus war eine erstklassige Vorarbeit des diesmal sonst nicht besonders auffälligen Hiroshi Kiyotake vorausgegangen. Bei den beiden Frankfurter Treffern war die 96-Abwehr nach hohen Bällen von Constant Djakpa ungeordnet. Beim ersten Tor kam Stendera mit einem kurzen Schlenker leicht an Salif Sane vorbei, das zweite Tor bereitete der Frankfurter Stefan Aigner mit einer Kopfballablage vor.

Das 1:1 der Frankfurter gab der Partie den entscheidenden Dreh. 96 zog sich nach dem Führungstreffer unverständlicherweise zurück, auch Trainer Michel Frontzeck fand seine Elf in dieser Phase zu passiv. Stendera nutzte das aus. Erst einmal, dann noch einmal.

Natürlich der zweifache Torschütze Stendera. „Das waren keine Abstauber, er hat die Tore richtig gut herausgespielt“, sagte Trainer Armin Veh. Bei 96 drängte sich für diese Rubrik keiner auf.

Die Frankfurter hatten mehr Ballbesitz (55 Prozent), 96 gewann mehr Zweikämpfe (55 Prozent). Bei den Torschüssen hatten die Gastgeber die Nase vorn (10 Hannover, 5 Frankfurt). Die Frankfurter brachten mehr Bälle zum Mitspieler (84 Prozent) als die „Roten“ (79 Prozent). Die meisten Ballaktionen bei 96 hatte Salif Sane (95), Hiroki Sakai war der zweikampfstärkste 96-Profi (81 Prozent seiner Duelle gewann er).

„Wir haben das Spiel in 15 Minuten aus der Hand gegeben, leider nicht das erste Mal. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“

„Wir sind unheimlich glücklich. Normalerweise ist ein Tor zum 0:1 in solch einer Situation tödlich. Aber danach haben wir ganz anders Fußball gespielt.“

„Wir haben eine Riesenmöglichkeit vertan.“

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