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Niederlage auf Schalke

96 legt den Rückwärtsgang ein

Tayfun Korkut und die Roten haben ihre erste Niederlage der Rückrunde einstecken müssen. Bei der 0:2-Niederlage bei Schalke 04 fehlt es den „Roten“ an Entschlossenheit und Zielstrebigkeit.

veröffentlicht am 09.02.2014 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 12.02.2014 um 00:15 Uhr

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Es ging ganz schnell. Viel zu schnell für Hannover 96. Mit traumwandlerischer Sicherheit ließen die Spieler des FC Schalke 04 den Ball kurz vor der Pause durch die eigenen Reihen laufen – und legten zur Überraschung der fast ehrfürchtig zuschauenden Gäste plötzlich einen Gang zu.

Jefferson Farfan bediente mit einem feinen Steilpass Atsuto Uchida, der 96-Linksverteidiger Christian Schulz im Rücken entwischt war. Der Japaner legte im Strafraum mustergültig auf Max Meyer zurück, und schon lag der Ball wieder im Netz. Mit zwei herrlich herausgespielten Treffern versetzten die „Königsblauen“ den Hannoveranern gestern Abend innerhalb von fünf Minuten den K.o – und mit dem ungefährdeten 2:0-Sieg zugleich den ersten Dämpfer in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga.

Zweimal hatten die „Roten“ zuletzt bei den Siegen über Wolfsburg und Mönchengladbach mit einer kompakten Defensive und schnellen Konterangriffen überzeugt. In Probleme waren sie dabei in der Defensive nur selten gekommen – doch das änderte sich gestern. Denn die Schalker, die ebenfalls mit dem Selbstbewusstsein zweier Siege aus der Winterpause gekommen waren und bei denen Klaas-Jan Huntelaar schon in der 12. Minute mit der ersten Großchance am guten Torhüter Ron-Robert Zieler scheiterte, zeigten die weiter vorhandenen Schwachstellen bei 96 deutlich auf.

Immer dann, wenn es schnell über die Flügelpositionen ging, brannte es lichterloh im Gästestrafraum. Das war beim Führungstreffer so, als Sead Kolasinac in der 39. Minute erst Szabolcs Huszti problemlos weglaufen konnte, dann den nicht entschlossen genug zupackenden Marcelo abschüttelte und schließlich herrlich den am langen Pfosten lauernden Farfan bediente, der den Ball zum 1:0 ins leere Tor einschob. Und auch beim zweiten Gegentor, das die Niederlage schon fast besiegelte, war es wieder ein Angriff über die Flügel, mit dem die Gastgeber die Abwehr aushebelten.

Hinten bekam 96 also deutlich mehr Probleme als zuletzt. Und auch nach vorne war nichts von der Zielstrebigkeit zu sehen, die das Team in den ersten beiden Rückrundenspielen ausgezeichnet hatte. Nur ganz selten konnten die „Roten“ im Mittelfeld den Ball erobern. Und wenn es doch einmal gelang, dann waren die Zuspiele in die Spitze viel zu ungenau. Ein Paradebeispiel dafür lieferte die 37. Minute, in der fünf Hannoveraner gegen nur drei Gegenspieler in Richtung Tor stürmten. Doch statt die Überzahl gezielt auszuspielen, versuchte es Leonardo Bittencourt mit einem riskanten Steilpass auf Mame Diouf, der aber in der Abwehr hängen blieb. Zwei Minuten später nahm das Unheil in Form des Schalker Führungstreffers seinen Lauf.

96 war einfach zu harmlos, um den Tabellenvierten in Schwierigkeiten zu bringen. Daran änderte sich auch in der 2. Halbzeit nichts, in deren Verlauf Trainer Tayfun Korkut versuchte, mit Edgar Prib und Jan Schlaudraff offensive Akzente zu setzen. Schalkes Torhüter Ralf Fährmann musste so in der 66. Minute erstmals (und gleichzeitig letztmals) eingreifen, um einen Schuss von Prib zu entschärfen.

Die gefährlichste Situation hatten die „Roten“ zwölf Minuten schon zuvor quasi selbst entschärft. Da hatte sich Diouf frei vor dem Tor zu einem Querpass auf den mitgelaufenen Bittencourt entschlossen, statt selbst den Abschluss zu suchen. Der gut gemeinte Versuch blieb hängen – und das hatte gestern eine ganze Menge Symbolcharakter für 96.



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