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Kommentar zur Derbypleite von Hannover 96

96 hat nicht einmal Herz gezeigt

Braunschweig hat die hannoversche Mannschaft der Saison 2013/2014 gnadenlos entlarvt als ein Team von Mitläufern, Alibifußballern und Profis, die sich selbst überschätzen. In der Verfassung von Sonntag ist 96 ein sicherer Absteiger.

veröffentlicht am 07.04.2014 um 08:35 Uhr
aktualisiert am 10.04.2014 um 00:15 Uhr

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Was hatten sie vorher nicht alles versprochen, die Spieler des Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Einsatz, Leidenschaft, Willen, das alles wollten sie zeigen im Duell mit dem alten Rivalen Eintracht Braunschweig. Jedes Wort vom „Reinhauen“, vom Kämpfen, vom alles Geben wirkt nach dieser beschämenden 0:3-Niederlage wie ein Hohn. Und dass Sportdirektor Dirk Dufner am Freitag noch meinte, darauf hinweisen zu müssen, dass 96 die bessere Mannschaft habe, das war schon zu dem Zeitpunkt die ideale Motivation für den Gegner. Seit Sonntag weiß man: Die bessere Mannschaft besitzt Eintracht Braunschweig. Denn 96 hat keine Mannschaft, sondern nur eine Ansammlung von Spielern, die im Abstiegskampf nichts, aber auch gar nichts begriffen haben.

Man muss nicht lange drum herumreden: In der Verfassung von Sonntag ist 96 ein sicherer Absteiger. Die 2. Halbzeit in Hoffenheim und die 1. Halbzeit gegen Bremen waren bereits indiskutabel.

In Braunschweig schafften es die „Roten“, beide Halbzeiten erschreckend schwach zu spielen. Nur noch drei Punkte sind es bis zum direkten Abstiegsplatz, zwei bis zum Relegationsplatz. Und ausgerechnet am kommenden Sonnabend kommt der Hamburger SV mit Mirko Slomka. Der ehemalige Trainer stößt 96 auf Rang 16 – was vor Kurzem noch nur ein Schreckensszenario war, kann plötzlich Wirklichkeit werden.

Braunschweig hat die hannoversche Mannschaft der Saison 2013/2014 gnadenlos entlarvt als ein Team von Mitläufern, Alibifußballern und Profis, die sich selbst überschätzen. Vor allem haben die Braunschweiger den 96-Profis vorgemacht, wie Abstiegskampf geht. Das ist das Schlimmste an dieser Niederlage: 96 hat im Spiel, das für viele Fans das wichtigste der Saison war, nicht einmal Herz gezeigt.

Was aber ist in den letzten fünf Spielen noch zu tun? Eine bessere Mannschaft bekommt 96 nicht mehr, die Konsequenz daraus kann Klubchef Martin Kind erst nach der Saison ziehen.

Also noch einmal den Trainer wechseln? Bringt das überhaupt etwas? Tayfun Korkut hat gestern mit mehreren Personalien, allen voran mit der Aufstellung von Marcelo, danebengelegen. Aber trifft Korkut, dessen Training zu Recht gelobt wird, die Schuld an einer Situation, die mit dem Wörtchen brenzlig beschönigend umschrieben ist?

Panik ist kein guter Ratgeber. Wie aber bekommt man eine Elf ins Laufen, die sich lethargisch Richtung 2. Liga bewegt?



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