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96 erkämpft einen Punkt in Ingolstadt

Hannover 96 hat mit einer starken Aufholjagd in der zweiten Halbzeit gegen zehn Ingolstädter aus einem 0:2-Rückstand am Ende ein 2:2 gemacht. Die Roten haben damit zwar den direkten Abstieg am 31. Spieltag vermieden, doch Hoffnungen gibt es bei neun Punkten Rückstand auf den 16. bei drei ausstehenden Partien nicht mehr.

veröffentlicht am 23.04.2016 um 12:14 Uhr
aktualisiert am 26.04.2016 um 00:21 Uhr

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Auch wenn der Abstieg in die 2. Liga mit ganz großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu verhindern ist, so, ohne Gegenwehr und mit einer schlimmen Leistung, wollten die „Roten“ dann doch nicht das Kapitel Bundesliga beenden. Also startete das Team von Hannover 96 nach einem 0:2-Halbzeitstand im Gastspiel beim FC Ingolstadt nach der Pause eine starke Aufholjagd gegen zehn Ingolstädter und machten aus einem 0:2-Rückstand am Ende noch ein absolut verdientes 2:2. Die Roten haben damit den direkten Abstieg am 31. Spieltag vermieden und machten den Fans mit einer beherzten Vorstellung in der 2. Halbzeit erneut Hoffnung, dass es in der 2. Liga mit 96 wieder aufwärts geht.

„Wir sind unzufrieden, dass wir nicht auch noch das 3:2 geschossen und drei Punkte mitgenommen haben“, sagte Daniel Stendel. Wie unzufrieden der 96-Trainer war, konnte man kurz nach dem Abpfiff sehen – und zum Glücknicht hören. Denn was der 42-Jährige da neben mehrmaligem Kopfschütteln von sich gab, war garantiert nicht jugendfrei. „Es war schön zu sehen, dass die Mannschaft in der 2. Halbzeit zurückgekommen ist. Es war uns schon wichtig zu zeigen, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht hat als das, was sie in der 1. Halbzeit gezeigt hat“, sagte Stendel.

Über seine Zukunft konnte oder wollte der 96-Coach hingegen nichts sagen. „Ich mache genauso weiter und versuche die Mannschaft von Woche zu Woche so gut vorzubereiten, dass wir das Spiel gewinnen. Alles andere wird sich zeigen. Aber es ist natürlich schön für mich, dass die Mannschaft über weite Strecken das auf den Platz bringt, was wir uns erarbeiten. Ich konzentriere mich auf die Arbeit, die ich hier leiste. Nichtsdestotrotz ist es nicht von Nachteil, wenn wir so auftreten, wie wir auftreten.“

Mit neun Punkten Rückstand auf den Relegationsrang 16 geht der auch im dritten Spiel unter Interimstrainer Stendel ungeschlagene Tabellenletzte in die letzten drei Saisonspiele.

Alfredo Morales (10. Minute) und Torjäger Moritz Hartmann (25.) erzielten vor 14 831 Zuschauern im Ingolstädter Sportpark die Tore für den Liganeuling, der mit 40 Punkten auf der sicheren Seite ist, weil Stuttgart (33) und Bremen (31) auch noch gegeneinander spielen müssen. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl, dessen Verbleib in Ingolstadt als unwahrscheinlich gilt, konnte nach der frühen Roten Karte für Abwehrspieler Romain Brègerie (20.) Hannovers Aufholjagd mit zehn Mann nicht verhindern. Die Japaner Hiroki Sakai (58.) und Hiroshi Kiyotake (82.) waren für die Gäste erfolgreich.

Der Absteiger hatte den heimstarken Ingolstädtern (fünf Siege und drei Unentschieden in der Rückrunde) zunächst nicht genug entgegenzusetzen. Die Offensive lahmte lange, und der Abwehr fehlte vor Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler die Stabilität. Morales kam nach einer präzisen Flanke von Danny da Costa ebenso frei zum Kopfball wie Hartmann bei seinem zehnten Saisontor nach einem Freistoß von Pascal Groß.

Beim 2:0 agierten die Gastgeber bereits in Unterzahl. Nach einem verunglückten Rückpass von Roger lief Hannovers Felix Klaus allein auf das Ingolstädter Tor zu. Innenverteidiger Brègerie brachte Klaus zu Fall und Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied auf Notbremse.

Nach der Pause erhöhte Hannover angetrieben vom agilen Klaus die Offensivbemühungen. Und Ørjan Nyland, der zum vierten Mal im FCI-Tor stand, war beim platzierten Schuss von Sakai aus halbrechter Position ohne Abwehrchance. Die Räume waren für die dezimierten Gastgeber nun nicht mehr permanent zu schließen. Hannover zeigte Moral, Stendel trieb sein nicht aufsteckendes Team mit den Youngstern Waldemar Anton (19), Noah-Joel Sarenren-Bazee (19) sowie den eingewechselten Valmir Sulejmani (20) an der Seitenlinie an.

Klaus zielte daneben (74.). Bei einem Konter hätte der eingewechselte Lukas Hinterseer fast das Spiel für Ingolstadt entschieden, aber sein Lupfer verfehlte das Gehäuse (80.). Kiyotake vollendete schließlich einen von ihm selbst eingeleiteten Angriff mit einem unhaltbaren Schuss aus zehn Metern.



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