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Szabolcs Huszti unberechenbar

96 beeindruckt mit Effektivität

Als Szabolcs Huszti nach seinem Treffer zum 2:0 abdrehte, fasste er sich kurz an sein Trikot. Er zog es ein paar Zentimeter hoch, nahm dann jedoch seine Hand wieder weg und gönnte sich ein schelmisches Grinsen. Seine Botschaft: Nein, noch einmal würde er sich nicht für seinen Jubel bestrafen lassen. Huszti hatte aus seinem Fehler gelernt.

veröffentlicht am 28.09.2012 um 13:52 Uhr
aktualisiert am 01.10.2012 um 06:15 Uhr

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Damit steht der Mittelfeldspieler stellvertretend für die gesamte Mannschaft von Hannover 96, die am Mittwochabend beim 4:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg vieles anders und besser machte als bei der 1:3-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen 1899 Hoffenheim. „Hoffenheim war ein Ausrutscher, jetzt haben wir das umgesetzt, was uns stark macht, was wir spielen wollen: viel Tempo und Zug zum Tor“, sagte 96-Kapitän Steven Cherundolo. Den Gegner immer wieder attackieren, ihn zu Fehlern zwingen, schieben und stechen: So lautet das Erfolgsrezept der „Roten“, das gegen Nürnberg so wunderbar aufging. Das sei „96 pur“, sagte Cherundolo.

Zwar fehlte es bis auf den genial herausgespielten Führungstreffer durch Lars Stindl erneut an vielversprechenden Offensivaktionen, doch das machte die Elf von Trainer Mirko Slomka gegen den „Club“ mit unglaublicher Effektivität mehr als wett: Vier Schüsse aufs Tor, alle drin – besser geht’s nicht. Und auch in der Defensive präsentierte sich 96 stabiler als in vielen Partien zuvor und ließ sich auch durch den Schock des frühen Ausfalls von Leon Andreasen nicht aus dem Konzept bringen.

Zehn Punkte aus den ersten fünf Spielen, Platz 3 verteidigt: Mit dieser Bilanz fahren die „Roten“ morgen selbstbewusst zum Spiel beim Hamburger SV (15.30 Uhr). Der Liga-Dino feiert am Wochenende sein 125-jähriges Bestehen, Geschenke aus Hannover wird es jedoch nicht geben. „Wir werden versuchen, denen den Geburtstag zu vermiesen“, sagte 96-Profi Konstantin Rausch. Dabei mithelfen kann endlich auch wieder Mame Diouf. Nach fünfmonatiger Verletzungspause stand der 96-Stürmer sehr zur Freude der Fans am Mittwochabend wieder auf dem Platz. „Es war aufregend, wieder zu spielen. Ein schönes Gefühl“, sagte der Senegalese.

Aufregend wurde es auch noch einmal, als das Spiel längst beendet war. In eine wärmende Jacke gehüllt, hatte sich Huszti in Richtung Tribüne aufgemacht, um dort einem Fan sein Trikot zu schenken. Beim Sprung über die Werbebande geriet der Ungar jedoch ins Straucheln und konnte sich gerade noch abfangen. Das hätte gerade noch gefehlt. Einer wie Huszti, so scheint es, ist auch nach dem Abpfiff einfach unberechenbar.



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