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Überraschender Trainerwechsel / Bierstedt hilft als Interimscoach aus

TSG Emmerthal: Darum hört Roland Schwörer plötzlich auf

Das neue Handball-Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: Roland Schwörer ist mit sofortiger Wirkung als Trainer des Handball-Verbandsligisten TSG Emmerthal zurückgetreten.

veröffentlicht am 03.01.2022 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 03.01.2022 um 19:10 Uhr

03. Januar 2022 16:00 Uhr

Das neue Handball-Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: Roland Schwörer ist mit sofortiger Wirkung als Trainer des Handball-Verbandsligisten TSG Emmerthal zurückgetreten.

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EMMERTHAL. Roland Schwörer ist als Trainer des Handball-Verbandsligisten TSG Emmerthal mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. „Der Grund ist einfach die aktuelle Corona-Situation. Mit meinem Beruf als Lehrer passt das derzeit nicht mehr zusammen“, begründet Schwörer seine Entscheidung. Auf der einen Seite müsse er montags in der Schule immer die Coronatests der Schüler kontrollieren, „auf der anderen Seite fahre ich an den Wochenenden mit den Handball-Jungs in einem kleinen Bulli zu den Punktspielen durch ganz Niedersachsen“.


Schwörer: „Leider passen Beruf und Handball aktuell nicht zusammen“

Für Schwörer geht der Beruf vor: „Mir macht der Job als Lehrer sehr viel Spaß. Damit muss ich mir auch meine Brötchen verdienen. Auch beim Handball möchte man als Trainer natürlich erfolgreich sein. Dann macht das Ganze auch noch viel mehr Spaß. Doch leider passen Beruf und Handball aktuell nicht zusammen.“ Seit Mitte November sei es ihm immer schwerer gefallen, noch zum Training zu gehen. Zum jetzigen Zeitpunkt komme er ohne Trainerjob besser klar, „als wenn ich in zwei Wochen wieder zum Punktspiel fahren muss. Mit Emmerthal habe ich damit einen Schlussstrich gezogen. Ich will aber noch einmal betonen, dass wir im Guten auseinander gegangen sind“, unterstreicht Schwörer.

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Kutschera zur Trainersuche: „Es gibt noch nicht einmal eine Handvoll Kandidaten“

Nach seinem überraschenden Rücktritt muss Emmerthals Vereinschef Stephan Kutschera jetzt einen neuen Trainer suchen – und das Mitten in der Saison: „Das ist eine extrem schwierige Aufgabe. Wir sind ja kein Profiklub, der drei Tage nach dem Rücktritt schon einen neuen Trainer präsentieren kann.“ Selbst im Hinblick auf nächste Saison gebe es auf dem Trainermarkt zurzeit kaum Kandidaten, die in Frage kämen. „Wir haben uns schon schwer getan bei der Suche nach möglichen Kandidaten, die wir ansprechen könnten. Auf unserer Liste stehen auch einige Namen von Trainern, von denen wir jetzt schon wissen, dass wir sowieso eine Absage von ihnen bekommen werden. Es gibt noch nicht einmal eine Handvoll Kandidaten. Das macht die Trainersuche für uns nicht einfacher. Ich hoffe, dass wir bis Ende Januar oder Anfang Februar eine Lösung finden werden, damit wir vernünftig die neue Saison planen können“, so Kutschera.

Co-Trainer Christian Bierstedt hilft als Interimscoach aus

Bis zum Saisonende werde erst einmal Schwörers bisheriger Co-Trainer Christian Bierstedt als Interimscoach aushelfen: „Bei ihm ist die Mannschaft erst einmal in guten Händen. Er hat ja selbst in der Regionalliga gespielt und trainiert auch die B-Jugend der JSG Weserbergland in der Oberliga. Das ist für uns eine sehr gute Interimslösung, zumal er die Mannschaft auch sehr gut kennt.“ Dass aus der Interims- eine Dauerlösung wird, sei laut Kutschera aber nicht geplant: „Christian hilft nur aus, weil er zurzeit in Elternzeit ist. Wenn die vorbei ist, hat er ja neben seiner Familie, um die er sich kümmern muss, auch noch einen Beruf.“ Deshalb werde Bierstedt Emmerthals Handballer nur bis zum Ende der Saison coachen. Das erste Verbandsliga-Punktspiel nach der Corona-Unterbrechung hat die TSG am 16. Januar, dann gastiert der MTV Rosdorf in der Sporthalle Kirchohsen.



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