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Die Fleischalternative zum klassischen Burger im Test

Food Check: So schmeckt der Big Vegan TS

Vegan ist in. Fast jedes Restaurant bietet seinen Kunden inzwischen eine Auswahl an tierfreien Gerichten an. McDonalds hatte sich eine ganze Zeit lang dem Trend verwehrt. Zu gering sei die Nachfrage. Doch nun der Sinneswandel. Der Big Vegan TS soll nun auch Veganer in die Fast-Food-Kette treiben oder Fleischliebhaber dazu verführen, auch einmal auf ihre liebste Zutat zu verzichten. Styles of Hameln hat ihn getestet.

veröffentlicht am 15.05.2019 um 16:12 Uhr

Sogar mit Warnhinweis: Der fleischlose Burger von Mc Donald‘s.
Franziska Winkler

Autor

Franziska Winkler Redakteurin / Pressereferentin zur Autorenseite

Das Burger-Patty des Big Vegan TS besteht zwar aus einer Basis von Soja- und Weizeneiweiß, soll aber wie Fleisch schmecken, aussehen und sogar „bluten“. Klingt vielversprechend. Aber ist es das auch in echt? Styles of Hameln hat es am lebenden Objekt ausprobiert: Kai, bekennender Burger-Liebhaber, verzichtet sonst nie auf Fleisch und steht auch sonst dem ganzen Vegan-Hype skeptisch gegenüber. Sein Plädoyer: „Stoppt Burgerversuche. Pflanzt lieber mehr Rinder!“
Franziska, liebt gute Hausmannskost und da gehört richtiges Fleisch rein. Bei Burgern ist sie da offener. „Zuerst probieren, dann richten.“ Beide essen zum ersten Mal den Big Vegan TS und ziehen den direkten Vergleich zum Hamburger Royal TS.

Big Vegan TS vs. Hamburger Royal TS

Aussehen Anders als so mancher Burger von McDonalds, wirkt der Big Vegan TS weniger gestaucht und platt. Die einzelnen Schichten lassen sich gut erkennen. Der Lollo Bionda Salat ist frisch und nicht ausgelaugt – ebenso die Tomaten. Zusammengehalten wird das Ganze von einer Senfsoße, die allerdings eher sparsam eingesetzt wurde.

Großer Pluspunkt: die Dicke des Pattys. Hier übertrifft die vegane Bulette den echten Fleischbratling des Hamburger Royal TS um einige Millimeter. Vom Äußeren her wirkt sie jedoch im Vergleich zu ihrem Fleischkollegen recht künstlich und ein wenig zu perfekt.
Der Hamburger Royal TS ist etwas flacher, dennoch fallen einem die Schichten sofort ins Auge. Hier wurde Eisbergsalat verwendet, der wesentlich stückiger ist als der vom Big Vegan TS. Dazu frische Tomatenscheiben und die klassischen Gewürzgurken. Auch unverkennbar: der gelbe Käse und die reichliche Sandwichsoße.

Anbiss Der vegane Burger lässt sich gut greifen. Das Brötchen liegt etwas arg fluffig in der Hand, was sich auch beim Reinbeißen bemerkbar macht. Allerdings müssen wir erst zweimal reinbeißen, um uns einen echten Eindruck vom Geschmack machen zu können. Beim Hamburger sieht das schon anders aus. Er liegt fester in der Hand, was auch dem gefühlt stabileren Brötchen zu verdankenist. Ein großer Biss reicht, um das komplette Burger-Erlebnis aus viel Soße, Käse und Fleisch in sich aufzusaugen.

8 Bilder
Rote Zwiebeln stechen einem beim Big Vegan TS ins Auge.

Konsistenz Das Patty vom Big Vegan TS weist eine gute, nahezu fleischidentische Konsistenz auf. Beißt man ein Stück davon ab, kommt ein rötliches, Hackfleisch-nachempfundenes Innenleben zum Vorschein. Der Einsatz des natürlichen Färbemittels rote Beete täuscht hier die Garstufe „medium“ vor. Vom „Bluten“ haben wir allerdings nichts festgestellt. Hardcore-Fleischesser Kai ist jedoch absolut angenehm überrascht: „Wirklich nicht schlecht. Gut gewürzt und nicht zu trocken. 3 von 5 Burger-Punkten dafür!“ Das Patty vom Hamburger Royal TS ist der Standard bei McDonalds. Jeder kennt es, kennt bessere, isst es aber trotzdem immer wieder. Das Rindfleisch ist fein und ganz ordentlich gewürzt. „Etwas zu trocken und mir persönlich doch zu dünn“, findet Testerin Franziska.

Geschmack Beim veganen Burger überzeugt das Patty tatsächlich solo mehr als in der Kombi. Beide Tester bemängeln den etwas faden Gesamtgeschmack: nicht Halbes und nichts Ganzes. Die Spärlichkeit der Soße macht sich hier bemerkbar – ihr Geschmack kommt kaum zum Tragen. Und so bleiben sowohl Kai als auch Franziska nach Verzehr unbefriedigt zurück. Nett ist der Burger. Mehr nicht. Lobend erwähnen sollte man die roten Zwiebeln, die eher selten bei McDonalds sonst eingesetzt werden. „Sie retten den Geschmack“, ist Kais Ansicht. Ein Muss zu erwähnen: Das Sättigungsgefühl ist nach dem Verzehr nicht gegeben. Wer Hunger hat, bestellt mehr. Preis: 3,99 Euro Haps, haps, weg. Dafür eindeutig zu teuer. Der Hamburger Royal TS ist lecker. Nichts Besonderes, aber viel Soße, zerlaufener Käse und Hack erfüllen ihren Zweck und sorgen für zufriedene Gesichter. Auch hier gilt: Mindestens zwei essen, sonst knurrt der Magen nach kurzer Zeit wieder. Preis: 4,49 Euro Fast 5 Euro weniger im Portemonnaie, aber nicht annähernd satt. Daher zu teuer für unseren Geschmack.

Mehr Tipps und Inspirationen gefällig? Dann auf zu Styles of Hameln, dem Hamelner Lifestyle-Blog, unter www.styles-ofhameln.de. Dort wird über Essen, Mode, Menschen und Wohnen berichtet. Direkt aus dem Weserbergland.



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