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Zwischen Tragödie und Komödie: Shakespeares Kaufmann von Venedig

Von Jürgen Schoormann

Hameln. Um standesgemäß heiraten zu können, nimmt Bassiano mithilfe seines Freundes Antonio ein Darlehen beim Juden Shylock auf. Allerdings enthält der Vertrag eine höchst ungewöhnliche Klausel für den Fall, dass man nicht fristgerecht zurückzahlen kann: ein Pfund Fleisch, aus dem Körper Antonios geschnitten.

veröffentlicht am 20.10.2009 um 16:33 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:41 Uhr

Kaufmamn von venedig
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Lange sah man in diesem Stück antisemitische Tendenzen, und so ganz klar ist es nicht, was Shakespeare mit der Figur des Shylock gewollt hat. Die Bremer Shakespeare Company jedenfalls zieht sich mit der Inszenierung durch Nora Somaini so aus der Affäre: Alle Figuren haben ihre unsympathischen Seiten und sind getrieben von Ängsten, Geldgier, Rachegelüsten, Überheblichkeit und anderen wenig schönen Emotionen. Dass sie dennoch nicht als Monster erscheinen, sondern durchaus nachvollziehbar bleiben, ist das Verdienst der grandios aufspielenden sechsköpfigen Truppe, in der jeder mehrere Rollen verkörpert.

 

Die komplette Rezension lesen Sie in unserer Mittwochsausgabe.



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