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„Retrospektive“ in Hildesheim: Werner Koch stellt dort noch bis Sonntag seine Werke aus

Zwischen Göttern und Textfragmenten

Hildesheim. Beuys hat es getan. Christo auch. Und Herta Müller tut es immer noch. Sie alle nutzten und nutzen Zeitungspapier: für ihre Collagen, als Medium für eine Botschaft oder zum Verschnüren von Paketen. Seit beinahe 30 Jahren arbeitet auch der Hamelner Künstler Werner Koch mit Zeitungen. „Dieses Layout, diese Formen“ fesseln ihn – und inspirieren ihn zu immer neuen Bildern. Die Zeitung verwendet er zugleich als Bildfragment und Bildträger. Sei es die griechische Götterwelt, die er darauf abbildet, seien es Überlagerungen verschiedener nachgemalter Über- und Unter- und Grundtextschriften.

veröffentlicht am 26.09.2012 um 18:35 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Julia Marre
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In der Hildesheimer Galerie im Stammelbach-Speicher ist noch an diesem Wochenende seine große Retrospektive zu sehen. Sie beinhaltet Arbeiten aus allen Werkphasen des Künstlers. Darunter sind auch Bilder, die nicht mit dem Medium Tageszeitung spielen. Aus seinem Frühwerk etwa die „Vergitterung“: ein konstruktivistisches Arrangement farbig lackierter Holzstäbe. Oder sein spannend anzusehendes Experiment mit Acryl auf Dämmplatte: „Plastische Strukturen“ von 1963 zeigt eine Art Innenschau des Baustoffs. Die geometrisch angeordnete Collage „Zahlen“ von 1979 ist aus PVC-Folie geklebt, Quadrat für Quadrat für Quadrat. Und für das Bild „f,r,“ arbeitete Koch mit Acryl auf Leinwand.

Was sich durch die Ausstellung wie ein roter Faden zieht, ist die Collage. Immer wieder greift der 1937 in Bochum geborene Künstler auf die Technik zurück. Er lässt Figuren aus den Bildern heraustreten. Er lässt Betrachter vor dem Spiegel sich selbst erkennen. Und er zeigt neben seinen New Yorker Werken Neues: die Reihe „davamuki“ oder den Zyklus „Das gedoppelte Kind“.

Werner Kochs „Retrospektive“ ist am Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr in der Galerie im Stammelbach-Speicher, Wachsmuthstraße 20/21, zu sehen.



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