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30 Jahre Tote Hosen – und ein neues Album

Zeit der Milde

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Aufhören? Campino muss diese Frage immer dann beantworten, wenn seine Band, die Toten Hosen, ein Album herausbringt. Er antwortet gern. Befindlichkeitsbelege einer Band, die seit ihrer Gründung den deutschen Punk vertritt, und das sind nun runde 30 Jahre. Er wähne sich mit seiner Kapelle weit in der zweiten Halbzeit, hat Fußballfreund Campino laut sinniert. Und ein Leben ohne die Toten Hosen kann er sich auch gut vorstellen.

veröffentlicht am 07.05.2012 um 14:59 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Uwe Janssen
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Die Zeit der Milde ist gekommen. Da verträgt man sich sogar mit den Ärzten, mit denen man jahrelang eine öffentlichkeitswirksame Fehde ausgetragen hat. Mittlerweile schickt man sich die neuen Songs zu. Besonders dürfte den Ärzten die Bonus-CD „Die Geister, die wir riefen“ gefallen, auf der die Toten Hosen Coverversionen aufgenommen haben. Neben „Rock me Amadeus“ oder zwei Songs, die man mit Hannes Wader verbindet, ist die Nazi-Beschimpfung „Schrei nach Liebe“ der Ärzte dabei. Eine Verbeugung vor eigenen Helden und Heldenliedern, das passt zu den Jubilaren, die von Establishmenterschreckern zu Volkssängern wurden und selbst zu Bewunderten.

Die Songs bewegen sich zwischen Selbstreflexion („Traurig einen Sommer lang“), Gesellschaftskritik („Ballast der Republik“) und den Schwierigkeiten der Liebe („Drei Worte“). Die Stadionhymne „Tage wie diese“, die schon in den Fankurven der Fußballarenen zu Hause ist, deutet zweierlei an: Großes Publikum bleibt im Blick, Punk muss es längst nicht mehr sein. Eine Echogitarre wie bei Marillion macht sich im Formatradio auch gut.

Weniger Chancen hat dort ein Song wie „Europa“, der versucht, eine politische Anklage in drei Minuten Unterhaltungsmusik zu verstauen. Der Rest ist große Werbung für einen Besuch eines Hosen-Konzerts.



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