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Britta Samsen-Huch spricht über ihre Ziele

Wohin steuert nun die Galerie arche?

Hameln. Vor wenigen Wochen hat die Künstlergruppe arche Britta Samsen-Huch zu ihrer neuen Vorsitzenden gewählt. Doch welche Pläne hat die Nachfolgerin von Annemarie Hodges für die Galerie am Hamelner Haspelmathturm? Im Interview spricht sie darüber.

veröffentlicht am 12.11.2013 um 15:08 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:21 Uhr

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Frau Samsen-Huch, Sie sind vor einigen Wochen zur Vorsitzenden der Künstlergruppe arche gewählt worden. Was war eigentlich Ihre erste Amtshandlung?

Das war die Einberufung einer Mitgliederversammlung, bei der ich mich vorgestellt habe. Mir war es wichtig, den Mitgliedern zu sagen, wer ich bin, und ihnen zu erzählen, was ich mir für die arche vorstelle.

Was stellen Sie sich denn vor?

Auf meiner Liste stehen vier Aspekte: Neben den Ausstellungen sind es Veranstaltungen, die Internetseite und der Aspekt Fördergelder beziehungsweise Werbung. Das Programm für 2014 ist dank Annemarie Hodges schon gut festgezurrt und beinhaltet zehn Ausstellungen – fünf von Mitgliedern und fünf von externen Künstlern. In Sachen Veranstaltungen schwebt mir vor, interdisziplinäre Arbeiten und vielleicht auch interkulturelle Arbeiten anzubieten. Ich denke da zum Beispiel an das Programm „Künstlerkontakte“ des Instituts für Auslandsbeziehungen – es fördert den kulturellen Austausch im Bereich der Bildenden Kunst. Daran, dass wir uns als Künstlergruppe auch überregional präsentieren, ist mir sehr gelegen.

Und wie könnte etwa eine interdisziplinäre Veranstaltung aussehen?

Ich stehe in Kontakt mit einer Künstlerin, die beispielsweise einen Alzheimer-Zyklus gezeichnet hat. Eine Ausstellung solcher Bilder könnte man mit Vorträgen von Ärzten und Info-Veranstaltungen begleiten. Für wichtig halte ich außerdem Kooperationen mit den anderen Hamelner Kultureinrichtungen, etwa mit der Sumpfblume oder dem Theater.

Sie möchten auch die Internetseite der Galerie verändern. Inwiefern?

Die Internetseite muss komplett neu gemacht und besser vernetzt werden. Kontakt zu einer Grafikdesignerin habe ich diesbezüglich bereits geknüpft. Aber es geht weit über das optische Erscheinungsbild hinaus. Wir sollten unsere Einladungen künftig auch online verschicken können; ebenso sollte es möglich sein, online Anträge zu stellen. Außerdem möchte ich, dass wir uns stärker vernetzen – auch mit anderen Künstlergruppen. Denkbar sind ebenso Bilderangebote auf unserer Internetseite.

Zurzeit ist die Internetseite der Galerie ja vorwiegend passiv angelegt: eher als eine unvollständige Visitenkarte denn als Mitmachportal.

Ja, das stimmt leider. Deswegen liegt mir die Außenpräsentation der Galerie sehr am Herzen, denn schon räumlich verstecken wir uns mit der modernen Galerie hinter dem dicken Gemäuer am Kastanienwall. Es wäre schön, wenn wir online neben unseren Künstlern auch unsere Räume vorstellen könnten. Die Internetseite ist im nächsten Jahr für mich das allerwichtigste Thema. Aber wir sollten auch an unseren Öffnungszeiten etwas ändern – die sind ja sehr bescheiden.

Und sie könnten unter anderem ein Grund dafür sein, dass die Galerie nur wenig junge Besucher anspricht. Ohnehin steht sicher auch das Thema Nachwuchs auf Ihrer Agenda, oder?

Ja, auf jeden Fall. Wir sollten die Kontakte zu den umliegenden Hochschulen auffrischen und öfter jüngere Künstler einladen. Das ist ja ohnehin das Urverständnis der arche: jungen Menschen ein Forum zu bieten.

Wie soll das aussehen?

Ich setze auf Installationen und Performances, aber auch auf Ausstellungen, mit denen wir die Stadt erobern und uns außerhalb der eigenen vier Wände präsentieren. Natürlich müssen wir das jeweilige Thema in der Galerie wieder aufgreifen. Mit Edin Bajric, einem jungen Künstler aus Hannover, der bei uns bereits ausgestellt hat, planen wir für das Frühjahr ein Kunstprojekt mit Schülern. „Die arche – und was nehme ich mit“ heißt es und ist in ähnlicher Form bereits erfolgreich in Neustadt am Rübenberge gelaufen. Außerdem veranstalten wir im Februar die achten Hamelner Schulkunstwochen in der Galerie.

Sie sprachen eingangs auch den Aspekt der Fördergelder an. Welche Ansätze verfolgen Sie denn in dieser Richtung?

Hinsichtlich der Fördergelder habe ich schon Kontakt zur Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur aufgenommen. Aber wir sollten ebenso Firmen ansprechen und ihnen konkret aufzeigen, was sie davon haben, dass sie uns unterstützen. Ich habe einen Flyer erstellt, der diese Vorteile nennt. Auch auf der neuen Internetseite sollten unsere Förderer von ihrer Unterstützung profitieren können.

Interview: Julia Marre



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