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Der Film „Die Legende der Wächter“

Wo die Jedi-Ritter ein flauschiges Gefieder tragen

Eulen als Hauptdarsteller und Identifikationsfiguren? Ja, auch das gibt es. Und weil der Regisseur Zack Snyder heißt, jener Macher von „300“ und „Watchmen“, kann man sich darauf verlassen, dass es visuell ebenso phantasievoll wie spektakulär zugehen wird. Der Film beruht auf den ersten drei Büchern einer 15-teiligen Kinderbuchreihe. Geschrieben hat sie Kathryn Lasky, die damit eine ganz eigene Mythologie über einen geflügelten Krieger im Kampf Gut gegen Böse schuf.

veröffentlicht am 13.10.2010 um 16:37 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

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Autor:

Michael Ranze
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Snyder erzählt die Geschichte einer jungen, sensiblen Eule namens Soren, der begeistert den Abenteuergeschichten zuhört, die sein Vater abends erzählt. Sein älterer Bruder Kludd nimmt ihn wegen seines naiven Glaubens an die Wächter von Ga’Hoole jedes Mal auf die Schippe. Er würde lieber fliegen lernen. Ein Wunsch mit Folgen: Beim Versuch, sich in die Lüfte zu erheben, landen die Brüder auf dem Boden des Waldes und werden von bösen Eulen, besser bekannt als die Reinsten, entführt. Der Grund: Die Reinsten bauen ein Arbeitsheer aus willenlosen Sklaven auf. Während Kludd sich in dieser zweifelhaften Gesellschaft wohlfühlt, gelingt Soren die Flucht. Jetzt muss er nur noch mithilfe anderer Eulen die jedi-ähnlichen Wächter von Ga’Hoole erreichen. Gibt es sie wirklich?

Willenlose Sklaven? Für kleine Kinder ist diese Thematik viel zu düster. Auf die irritierenden, fast schon faschistoiden Dialoge über „schwaches“ und „starkes Leben“ werden besonders deutsche Zuschauer sensibel reagieren. Die Autoren John Orloff und Emil Stern machen es sich mit ihrem Drehbuch zu einfach. Sie verquicken Handlungs-Motive aus „Krieg der Sterne“ und „Herr der Ringe“ mit den tierischen Charakteren aus „König der Löwen“ und „Shrek“. Die eigentliche Faszination des Films liegt darum woanders – in den atemberaubenden, spektakulären Bildern, die denen von „Avatar“ in nichts nachstehen. Ungewöhnliche Landschaften, düstere Wälder, beeindruckende Meere, packende Flugsequenzen, faszinierend animierte Eulen mit ausdrucksstarken Gesichtern, sogar Zeitlupen in den Actionsequenzen – und all das in 3D. Überwältigt verlässt man das Kino.

„Die Legende der Wächter“ läuft ab heute im Maxx-Kino Hameln täglich um 14.45 und 18.30 Uhr.

In der Mauser und auf Eulenflucht: Soren (links) glaubt an die guten Wächter, von denen sein Eulenvater ihm erzählt. Doch dann wird er entführt…



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