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Wo comichafte Laborratten um fiese Fratzen tapsen

Von Julia Marre

Hameln. Eigentlich wollte sie nie etwas mit Ratten in Hameln ausstellen, sagt Margret Faita. Da wusste die Galeristin aber noch nicht, dass ihr in einem Kirchenschiff in den Niederlanden die Tierplastiken Andreas Hinders über den Weg laufen: Rattenfiguren in Lebensgröße, alles andere als naturalistisch, nämlich comichaft, beweglich und in ihren Haltungen nagertypisch. In dem Moment war der Inhaberin Keramik Galerie an der Alten Marktstraße klar: „Die muss ich nach Hameln holen!“

veröffentlicht am 28.06.2009 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:21 Uhr

Rita De Nigiris
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Inzwischen wuseln die teils weißen, teils grauen Ratten inmitten der ausgestellten Gefäßkeramik herum und mit aufgerissenen Augen betrachten sie – und nicht nur sie! – die Werke Rita De Nigiris’: Malerei auf Keramik, die Charaktere aus der Rattenfängersage aufgreift, ohne damit verkrampft historisch zu wirken. „Die Künstlerin verwendet mittelalterliche Farben; die Fläche zwischen den Gestalten hat sie mit Ornamenten verziert“, sagt Margret Faita. Als sie der in Süditalien geborenen Keramikerin von der geplanten Ausstellung zum 725. Geburtstag der Rattenfängersage erzählte, sei diese „sofort Feuer und Flamme“ gewesen. Zu sehen sind auf ihren keramischen Arbeiten mit Gefäßcharakter –  je nach Standpunkt des Betrachters – fratzenhafte Gesichter, grotesk verzerrte Mienen.

 

- Die Ausstellung in der Keramik Galerie Faita, Alte Marktstraße 45 in Hameln, ist zu sehen bis Ende August.

 

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