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Talkin’ Wire träumten vom Durchbruch und sind nach 20 Jahren eine feste Größe

„Wir sind volles Risiko eingegangen“

Hameln. Hinter einer Glastür mit der Aufschrift „Kabine 3“ verbinden unzählige meterlange gelbe, blaue und schwarze Kabel dunkle Boxen und Verstärker miteinander. Zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug und mehrere Mikrofone sind in dem verwinkelten Raum verteilt, dazwischen stehen ein helles Sofa und ein schwarzer Tisch. Mittendrin arbeiten die Musiker von Talkin’ Wire an neuen Songs. In diesem Jahr haben sie einen ganz besonderen Ansporn, denn sie feiern ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum in der aktuellen Besetzung. Talkin’ Wire sind seit 20 Jahren Michael „Bocky“ Bock (Bass), Kai Papenfuß (Schlagzeug), Marc Schwekendiek (Gitarre) und Mirko „Oscar“ Wiemann (Gesang und Gitarre).

veröffentlicht am 14.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Mareike Katharina Besecke
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Während viele Jugendliche ihr Konfirmationsgeld in Computer, Kleidung oder Geldanlagen investieren, kaufte sich Mirko von den Zuwendungen seiner lieben Verwandten eine professionelle Gitarre und wollte Rockstar werden. Schnell wurde eine Band gegründet, und mit der Rekrutierung von Marc aus der Bigband der Jugendmusikschule Hameln war die Gruppe 1989 komplett.

CD veröffentlicht am Tag des Jackson-Konzerts

Jahr für Jahr kamen die Musiker ihrem Traum etwas näher. Innerhalb von sieben Monaten stellten sie bei den Proben im Keller des Pastors ein stattliches Repertoire zusammen und spielten ihren ersten Gig am 21. Oktober 1989 bei der Tünderschen Rocknacht. Bei ihrem nächsten Konzert in der alten Sumpfblume versicherte man der Band, dass der Bierumsatz schon lange nicht mehr so hoch war wie an diesem Abend. Das erste Demo-Tape „A whole lot of work“ nahmen die Musiker dann 1990 an einem einzigen Tag bei Jörg Matusczyk im Reherschen JUM-Sound-Studio auf. Das zweite Demo verschickten sie an diverse Plattenfirmen – allerdings erfolglos. So wurde die erste CD „Fadin’ Colours“ selbst finanziert und in Eigenregie in Hannover aufgenommen. „Zu keinem Zeitpunkt ist der Neid unter den Musikern in Hameln so groß gewesen“, erinnern sich die Bandmitglieder, „wir sind volles Risiko eingegangen – und es hat geklappt.“ Am Tag von Michael Jacksons Konzert in Hameln, dem 13. August 1992, veröffentlichten Talkin’ Wire die CD. Von nun an spielten Kai, Marc, Bocky und Oscar an Wochenenden unzählige Konzerte und konnten drei Jahre später einen Verlagsvertrag beim Big-House-Studio in Hannover unterschreiben, wo bereits Hatesquad und Randy Crawford CDs eingespielt hatten. Das Album „Fist to hand“ wurde im selben Jahr veröffentlicht. „Nach der Platte ist es richtig explodiert“, sagt Kai.

Den großen Traum vom Rockstar-Dasein konnten die Musiker dennoch nicht verwirklichen. Oft wurden sie mit der Hannoverschen Gruppe Fury in the Slaughterhouse verglichen, die mit „Time to Wonder“ bekannt geworden war. „Irgendwann muss man sich entscheiden“, stellt Mirko fest. „Wir gründeten die Band als Freunde und haben gemeinsam beschlossen, zwei Gänge herunterzuschalten.“ So gab es 1997 eine kreative Pause. Aus drei Proben pro Woche wurde eine Probe in drei Wochen.

Auftritte in ganz Deutschland

Doch Talkin’ Wire schreiben fleißig weiter Songs und treten auf. Konzerte spielten sie so schon in ganz Deutschland unter anderem als Support der H-Blockx. Ihre Akustik-Konzerte in der Kirche Tündern sind legendär. Als nächstes Konzerte in Hameln steht die CD-Release-Party an.

Talkin’ Wire im Internet unter www.talkinwire.de.



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