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Carolyn Christov-Bakargiev fühlte sich einsam

Wie war’s eigentlich bei der Documenta?

Hamburg (dpa). Die Chefin der diesjährigen Documenta in Kassel, Carolyn Christov-Bakargiev (55), hat während der Kunstausstellung auch Einsamkeit gespürt. „Es war großartig, dass ich mich mit so vielen Menschen austauschen konnte, die nicht aus der Kunst kommen“, sagte sie in einem Interview dem Kunstmagazin „art“. „Wie eine gigantische Universität! Das macht einen allerdings auch einsam. Es gibt dann nicht mehr so viele, die einem noch folgen können.“

veröffentlicht am 21.12.2012 um 14:15 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:21 Uhr

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Geärgert hat sie sich über sarkastische Reaktionen auf ihre Forderung nach einem „Wahlrecht für Erdbeeren“: „Dass die Teilhabe von nichtmenschlichen Spezies so abwertend behandelt wurde, zeigt, dass manche noch einer katholisch oder allgemein religiös-monotheistisch geprägten Haltung verhaftet sind, die den Menschen zwanghaft im Mittelpunkt sehen müssen.“

Vom Magazin „ArtReview“ war Christov-Bakargiev im November zum einflussreichsten Menschen im internationalen Kunstbetrieb 2012 gewählt worden. „Dass ich als Frau auf Platz eins bin, sehe ich als Fortschritt im Sinne der Geschlechterverhältnisse“, sagte die US-amerikanisch-italienische Kunsthistorikerin. Ihre Zukunftspläne sind noch nicht ganz klar: „Es kann sein, dass ich danach etwas ganz anderes mache, als man sich jetzt vielleicht vorstellt.“



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