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Wie Joyce DiDonato ein königliches Konzert gibt

Superlative gebraucht unsere Musikkritikerin Karla Langehein nur selten. Im Fall der US-Mezzosopranistin Joyce DiDonato machte sie jedoch gleich mehrere Ausnahmen. Denn das Konzert der klassischen Sängerin mit dem Ensemble Il Complesso barocco war mehr als nur einen Superlativ wert.

veröffentlicht am 12.11.2012 um 18:46 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:41 Uhr

didonato
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Superlative gebraucht unsere Musikkritikerin Karla Langehein nur selten. Im Fall der US-Mezzosopranistin Joyce DiDonato machte sie jedoch gleich mehrere Ausnahmen. Denn das Konzert der klassischen Sängerin mit dem Ensemble Il Complesso barocco war mehr als nur einen Superlativ wert.
Als Joyce DiDonato erschien, wurde aus Erwartung mit einem Schlag Begeisterung. Selten hat eine Sängerin ihr Publikum so schnell und so bedingungslos für sich eingenommen wie die Amerikanerin. In großer roter Robe, die Haare zum Krönchen geformt, schritt eine Königin lächelnd ans Werk, um von Liebe und Leid ihrer antiken Opernkolleginnen das zu berichten, was Komponisten und Librettisten von Monteverdi bis Gluck ausplauderten – ein sorgfältig zusammengestelltes, spannendes Bilderbuch der Bedrängnisse und Verstrickungen liebender Frauen. Die mächtige Bühnenpräsenz der großen Sängerin sorgte von Anfang an für unwiderstehliche Gelöstheit, deren Ursache sich vielleicht am treffendsten als Animation durch Korrespondenz beschreiben lässt – Korrespondenz auf dem Podium zwischen den Künstlern und von dort bis in die letzten Reihen der Zuhörer reichend. Dazu kam vieles zusammen, was normalerweise bereits als einzelne Erscheinung bemerkenswert ist. Ein Kammerorchester, das äußerst behutsam kleinste Wendungen und Schwebungen der Singstimme aufgriff und unterstützte. Es wurde geführt von Dmitry Sinkovsky, der als temperamentvoller Konzertmeister seinen hingerissenen Hörern mit raffinierter Bogenführung, delikater Eleganz und verblüffender Virtuosität eines der fünf Violinkonzerte servierte.

 

Was auf dem Programm stand und wie frisch Joyce DiDonato noch bei der Zugabe wirkte, lesen Sie auf der Kulturseite unserer Dienstagsausgabe.



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