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Wie eine Restauratorin kostbare Bauhaus-Teppiche aufarbeitete

Von Ingo Spring

Weimar/Hameln. Eine Falte! Vorsichtig beugt sich die Kuratorin Dr. Ulrike Bestgen über den schwarz-weiß gemusterten Teppich, Restauratorin Christiane Schill eilt hinzu. „Haben Sie Handschuhe dabei?“, fragt die Kuratorin. Sie erntet Kopfschütteln. Christiane Schill zögert kurz und zieht die Falte mit den Fingerspitzen glatt. Zu viel Arbeit, zu viel Sorge und zu viel Freude hat sie in den vergangenen neun Monaten für die Restaurierung aufgewendet, als dass sie jetzt, da alle 37 Stücke beinahe wie neu aussehen, noch das kleinste Risiko eingehen möchte. Es sind die letzten übrig gebliebenen Teppiche der Bauhaus-Künstlerinnen Benita Koch-Otte, Hedwig Jungnik und Gunta Stölzl, die mithilfe der Vorwerk Teppichwerke restauriert wurden.

veröffentlicht am 06.07.2009 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 00:21 Uhr

Teppiche
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Ob es wohl der bisher aufregendste Auftrag für die Textil-Restauratorin Christiane Schill war? Seit mehr als 40 Jahren hat sie sich in ihrem Familienbetrieb im thüringischen Bad Lobenstein auf die Wiederherstellung textiler Kunstwerke spezialisiert. In der Museums-Szene gilt sie als eine Künstlerin ihres Fachs. Die kleine, immer ernsthaft und beinahe träumerisch wirkende Frau blickt sekundenlang auf den Tisch vor sich. „Wir haben schon viele aufregende Aufträge gehabt. Aber dieser – dieser war außergewöhnlich aufregend“, sagt sie.

 

Die gesamte Reportage über die Restaurierung der kostbaren Teppiche lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Dewezet

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