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Wie ein plüschiger Fisch ein großes Kunstwerk persifliert

Bremen/Hameln. Wenn ein Kunstwerk die 90er Jahre beschreibt, dann dieses: der in Formaldehyd eingelegte Hai des britischen Künstlers Damien Hirst. Die Ikone der Kunstgeschichte hat Sebastian Neubauer – einst Stipendiat des Kunstvereins Hannover  – zu einer Persiflage inspiriert. Julia Marre hat sie sich beim Bremer Kunstfrühlilng angesehen.

veröffentlicht am 27.05.2011 um 11:09 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:21 Uhr

neubauer
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Drei Meter lang ist sein plüschiger Knorpelfisch, der Hirsts Killer etwas ausdruckslos aber deutlich erkennbar zu belächeln scheint. „The Metaphysical Possibility of Joy in the Mind of Someone Unhappy“ nennt der 30-jährige Video- und Verfremdungskünstler seine Anspielung auf die Kunst-Ikone im Aquarium.

Schon im Kunstverein Hannover war Neubauers Nachbildung im Winter zu sehen. Nun ist sie beim Bremer Kunstfrühling in der Gleishalle am Güterbahnhof ausgestellt. Wie vom Sperrmüll zusammengesucht, sieht das Aquarium aus, das gar keines ist. Denn das Kuscheltier, es schwimmt lediglich in Luft. Türkisfarben getönte Panoramafenster suggerieren bloß die Wasser-Atmosphäre. Neubauer, der ohnehin gern zu Tierkostümen greift, wolle mit seinem charmant-humorvollen Werk eine Aussage treffen „über die mediale Wahrnehmung und Vermittlung von Kunst“.

Der Hai und mehr ist beim Bremer Kunstfrühling bis 5. Juni zu sehen.



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