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„Spring Breakers“ ist eine bitterböse Satire auf Jugendkult und Sexismus

Wer ist hier der Gangster?

Man nehme vier propere All-American-Girls, stecke sie in knappe Bikinis und drücke ihnen Maschinenpistolen in die Hand, unterlegt das Ganze mit hipper Musik und fängt es in knallbunten, bombastischen Bildern ein – fertig ist diese Satire auf Jugendkult und Privatfernsehen, auf Gangsterattitüden und Sexismus. Regisseur Harmony Korine, bekannt geworden durch sein Drehbuch für Larry Clarks Kultfilm „Kids“, appelliert bewusst an die Schaulust der männlichen Kinogänger, um dann allerdings laut und frenetisch einen Rundumschlag zu wagen auf (fast) alles, was amerikanischen Jugendlichen heilig ist: Konsum, Medien, Sex, Pop-Kultur und natürlich den American Way of Life. Nicht von ungefähr gibt es hier Anspielungen auf Al Pacino und Britney Spears, die als Vorbilder fungieren. Dass die Hauptdarstellerinnen Selena Gomez, Vanessa Hudgens und Ashley Benson zudem bislang für den Disney-Channel tätig waren und nun einen rasanten Imagewechsel wagen, verleiht „Spring Breakers“ eine zusätzliche gemeine Pointe. Es ist ein böser Film, irgendwo angesiedelt zwischen „American Pie“ und „Pulp Fiction“, und vielleicht darum nicht jedermanns Sache.

veröffentlicht am 28.03.2013 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Michael RAnze
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Worum es geht? Faith, Cotty, Candy und Brit, vier Mädels aus der Provinz, überfallen eine Frittenbude, um mit dem nötigen Kleingeld nach Florida zu düsen. Es ist „Spring Break“, jene Einweihungsorgie, bei denen verklemmte Teenies über die Stränge schlagen dürfen. Und so säuft, hurt und berauscht sich das Quartett durch Kneipen und Discos, Strand und Straßen – bis die Mädchen Alien (James Franco) kennenlernen, einen Gangster mit Goldgebiss und übergroßer Sonnenbrille. Er nimmt sie unter seine Fittiche und spannt sie für seine Zwecke ein: Touristen ausnehmen.

„Spring Breakers“ ist im Maxx-Kino Hameln derzeit täglich um 20.45 Uhr zu sehen, heute und am Sonntag auch um 22.45 Uhr.



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