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Wenn die Regisseurin mit ihrem Team zum Filmstart das Hamelner Kino besucht

Nicht nur die Dokumenation "Das Ding am Deich" über den AKW-Widerstand im schleswig-holsteinischen Brokdorf kommt nun in die Kinos. Auch die Regisseurin kommt demnächst samt Protagonisten und Aktivisten ins Hamelner Maxx-Kino. Mehr über den Film weiß Julia Marre.

veröffentlicht am 23.08.2012 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 23:21 Uhr

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„Das Ding am Deich“ ist ein ruhiger Film. Mit wenig Musik und viel Informationen. 1986, kurz nach dem atomaren Super-GAU von Tschernobyl, ging an der Elbe das AKW Brokdorf ans Netz. Turbulente Jahre, in denen sich die Bewohner der Gemeinde mit AKW-Gegnern aus ganz Deutschland gegen den Bau des Meilers zur Wehr gesetzt hatten, waren vorausgegangen. Von den Anfängen des AKW bis heute fasst die Regisseurin die Ereignisse zusammen. Etliche der Dorfbewohner und Zeitzeugen lässt sie dabei zu Wort kommen. Zuweilen sogar fast zu viele. Schade, dass die Protagonisten, die sich seit 1976 gegen den Bau des Atomkraftwerks gewehrt hatten, vorwiegend als Chronisten fungieren. Die Küchen- und Esstischgespräche mit ihnen sind zwar aufschlussreich und informativ. Was durch das chronologische Aneinanderreihen jedoch kaum aufgebaut werden kann, ist Nähe zu den Aktivisten, ist Persönliches. Da wirkt ein Blättern im alten Fotoalbum schon Wunder. Denn anschaulich und spannend ist „Das Ding am Deich“ immer dann, wenn’s persönlich wird: Dass die Demonstranten aus ganz Deutschland kamen und sich im Haus von Renate und Uwe Bolten eine lange Schlange von der Terrasse bis zur Toilette gebildet hatte, ist solch eine schöne Anekdote.

 

-Ab dem 6. September läuft „Das Ding am Deich“ im Maxx-Kino Hameln. Am 9. September um 12 Uhr ist die Regisseurin Antje Hubert zusammen mit Anti-AKW-Aktivist Karsten Hinrichsen sowie Jochen Stay und Jürgen Fahrenkrug von der Gruppe „ausgestrahlt“ zu Gast im Kino.

 

Lesen Sie mehr über den Film und den Besuch des Filmteams in Hameln auf der Kulturseite unserer Freitagsausgabe.

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