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Baumann & Clausen mit „Im Himmel ist der Teufel los!“

Weltuntergang als Notlösung

Hameln. Der „Wartenummern-Automat“ spuckte die Zahl „Zweitausendeinhundert und irgendetwas“ aus und jedem der Antragsteller im ausverkauften Hamelner Theater dürfte bereits zu Beginn des Comedyabends sonnenklar gewesen sein, wo er oder sie gerade gelandet war: im Zentrum der Bürokratie, dem Bauamt des 350 Mitarbeiter zählenden Rathauses des 3179-Einwohner-Städtchen. Hier regiert seit fast 20 Jahren der Amtsschimmel in Form von Oberamtsrat Alfred Clausen (Frank Bremser) und Passamts-“Fuzzi“ Hans Werner Baumann (Jens Lehrich). In einer so langen Zeit wachsen Aktenberge zu Gebirgen heran und um die wieder loszuwerden, muss schon ein Weltuntergang her. Den kündigt im neuen Programm des Duos Baumann & Clausen „Im Himmel ist der Teufel los!“ prompt das hausinterne Rathausradio an. Doch kann man der Kalenderberechnung einer Honigbiene namens Maja trauen, wenn es um die zuverlässige und endgültige Vernichtung unerledigter Bauanträge geht? Und wohin führt der Paternoster die beiden, wenn die Apokalypse über Neddelhastedtfeld hereinbricht? Für Alfred Clausen steht sein Platz im Himmel außer Frage, wo doch dem lieben Gott selten ein so optisch und mental geniales Stück wie er, der Oberamtsrat, gelungen sei. „Hawe“ sieht das allerdings etwas anders: „Heute baue ich mal einen ohne Antriebswelle“, lautete seiner Meinung nach die Devise Gottes, als er den arbeitsscheuen, Hackbraten liebenden Beamten auf die Erde schickte. Und seine Frau Ella sieht Alfred Clausen nach dem Weltuntergang schon in der Hölle schmoren, „weil sie nicht durchs Ozonloch passt“. Als er vor Petrus – oder besser vor dessen neuer und seiner ehemaligen Sekretärin Frau Hesselbach – auf „Hawes“ Anraten sprichwörtlich seine Hose herunterlässt und sein wahres Ich offenbart, kommen ihm Zweifel, ob er angesichts der erschlichenen Gelder und Vergünstigungen auf Erden nur Oberamtsrat oder etwa vielleicht doch Bundespräsident war. Wenn da mal kein dringendes Besprechungskäffchen von Nöten ist…

veröffentlicht am 11.11.2012 um 14:42 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 13:21 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan


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