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Rückgabe des Werkes aus dem Gurlitt-Erbe geplant

Weiteres Gemälde ist Raubkunst

Berlin. Ein weiteres Gemälde aus dem Erbe des Schwabinger Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist als NS-Raubkunst identifiziert worden. Wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters gestern mitteilte, handelt es sich um ein Ölbild von Camille Pissarro aus dem Jahr 1902. Für die Rückgabe stehe man bereits in Kontakt mit der Erbin des früheren Eigentümers. Das Gemälde heißt „La Seine vue du Pont-Neuf, au fond le Louvre“ (Die Seine, von Pont-Neuf aus gesehen, im Hintergrund der Louvre). Nach einem Matisse, einem Liebermann und einem Spitzweg ist es das vierte Kunstwerk aus der Sammlung, bei dem sich der Verdacht auf NS-Raubkunst zweifelsfrei bestätigt hat.

veröffentlicht am 01.04.2015 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:38 Uhr

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Wie Grütters weiter mitteilte, arbeitet die zur Klärung der Herkunftsfragen eingesetzte Taskforce seit Mittwoch unter dem Dach des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg. Zeitgleich sei ein Internetauftritt der Forschungsgruppe online gestellt worden, der auch ein erstes Verzeichnis der Dokumente aus Gurlitts Salzburger Nachlass enthält. Der Taskforce unter Leitung der Juristin Ingeborg Berggreen-Merkel war vorgeworfen worden, sich nicht um diese wichtigen Unterlagen bemüht zu haben. Der verantwortliche Nachlasspfleger hatte jedoch erklärt, er habe das Material selbst erst vor wenigen Wochen bekommen.

In Gurlitts Schwabinger Wohnung waren vor drei Jahren rund 1280 Kunstwerke gefunden worden, 238 weitere in seinem Haus in Salzburg. Ob das Erbe, wie von ihm verfügt, an das Kunstmuseum Bern geht, ist noch nicht endgültig entschieden. Für die Gemälde von Matisse und Liebermann, die als Nazi-Raubkunst identifiziert wurden, hatte Grütters kürzlich die Rückgabe an die Erben der ursprünglichen Eigentümer genehmigt. dpa



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