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Ulrike Wahren und Peter Stolle präsentieren im TAB ihr „Blue Christmas“ mit viel familiärem Flair

Weihnachtliches Fußwippen

Hameln. „Auf dieses ,Hallo Hameln‘ habe ich mich lange gefreut“, gesteht Ulrike Wahren gleich zu Beginn. In der Tat herrscht beim „Blue Christmas“ der beiden Detmolder Musiker Ulrike Wahren und Peter Stolle eine fast familiäre Atmosphäre im ausverkauften TAB. Das gute Drittel Neulinge wird schnell integriert und Teil der Fangemeinde der beiden Künstler, die bereits zum fünften Mal an gleicher Stelle auftreten.

veröffentlicht am 09.12.2014 um 17:35 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Weihnachten wie immer? Oder anders?“, das ist die Leitfrage des Abends. „Wieso blaue Weihnacht? Welche Farbe hat Weihnachten“, sinniert Ulrike Wahren und verweist darauf, dass „blue“ auch „wehmütig“ heißt, ganz abgesehen von der Bläue der winterlichen Dämmerung. Die Tische und Stuhlreihen auf der Bühne sind in entsprechendes Licht getaucht und die mehrheitlich englischsprachigen Weihnachtslieder reihen sich auf wie eine Perlenkette am Weihnachtsbaum. Spätestens beim „Santa Claus“ gibt’s die ersten Fußwipper. Viel Rhythmus und Jazzklänge sind angesagt, da swingt der Weihnachtsmann, kommt Peter Stolle wie in den Vorjahren mit karibischen Tönen seines Lieblingsstars Harry Belafonte daher, und Ulrike Wahren singt Klassiker, aber auch nachdenklich stimmende Songs wie „Do you have room?“ Besonders gut gelungen: das „Baby it’s cold outside“ zusammen mit ihrem Partner.

Dass der sich gar an einem schmalzigen Elvis-Titel versucht, mag nachgesehen werden, immerhin ist es eine ebenso erheiternde Einlage wie der von Ulrike Wahren vorgetragenen Loriot-Text „Advent“. Ob dessen blutrünstiges, makabres Geschehen in so ein Programm passt? Es passt, ist sich das Publikum einig. Das ist besonders angetan von einem von Peter Stolle auf der Melodica begleiteten, gefühlvollen skandinavischen Weihnachtslied, lässt sich aber auch anrühren von Joni Mitchells „River“, das Ulrike Wahren gesanglich exzellent präsentiert.

Gegen Ende des Abends dann bewährte Gospelgesänge, die das zum Mitsingen ermunterte Publikum etwas arg zurückhaltend mitgestaltet, und die Feststellung, dass „Schönes bleibt“. Zwischendrin teils sehr privat gehaltene Moderationen, deren Themen vom Umgang mit Heranwachsenden bis zur Frage, wie man als vielbeschäftigte Künstler eigentlich Weihnachten feiert, reichen. Über allem die Einsicht, dass, egal wie man nun das Fest begeht, der „Blue Christmas“-Abend im TAB in der Adventszeit mit Sicherheit nicht fehlen darf.



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