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Traditionskonzert der Hamelner Blechbläser stellt Komponisten und Arrangeure des 20. Jahrhunderts vor

Weihnachten in Blech

Hameln. Waldemar Roth ist extra aus Groß Berkel in die Marktkirche gekommen und hat sich in die erste Reihe gesetzt. Der 70-Jährige ist Hobby-Posaunist und passionierter Blechblasmusiker. Mit strahlendem Gesicht verfolgt er das 33. Adventskonzert der Hamelner Blechbläser. Mit Waldemar Roth sind sehr viele Hamelner gekommen, um das von Bernd-Wilhelm Dormann geleitete, zehnköpfige Ensemble zu erleben. Das eröffnet sein Konzert mit einer Choralfantasie von Gustav Holst über vier populäre englische Weihnachtslieder in der Bearbeitung des berühmten New Yorker „Solid Brass“-Trompeters Douglas Haislip.

veröffentlicht am 14.12.2015 um 17:06 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Wir spielen an diesem Ort in ununterbrochener Folge über viele Jahre“, so Dormann. Insgesamt seien es in wechselnden Formationen schon mehr als 40 Konzerte. Während bislang beim Adventskonzert gemeinhin Klassisches zu hören war, haben die Hamelner Blechbläser an diesem Abend den Akzent auf Komponisten und Arrangeure des 20. Jahrhunderts gelegt.

Beispielhaft wird das deutlich in Peter Hastedts Bearbeitung von Georg Friedrich Händels vierstimmigem Satz „Tochter Zion“, der sogleich durch Ha-stedts beswingte Jazzfassung reizvoll ergänzt wird. Dormann kommentiert: „Hört man hier die Leidenschaft zum Jazz noch etwas versteckt heraus, so kommt sie in der Swingfassung unseres neuen Marktkirchenkantors herzerfrischend deutlich daher.“ Stefan Vanselows „Tochter Zion“ als „Slow Waltz“ und „Medium Swing“ entstand 2011 für den Posaunenchor der evangelischen Christuskirche in Beckum und begeisterte auch die Zuhörer des Blechblaskonzertes in der Hamelner Marktkirche. Mit „Three More Cats“ widmeten sich die zehn Musiker dann auch sehr weltlichen Themen. Die Kompositionen „Flora“, „Tubby Mouseholder“ und „Homepride“ des 1965 geborenen Briten Chris Hazell beschreiben musikalisch die Verhaltensweisen ihm zugelaufener Katzen. Weihnachtlich endete dann der Konzertabend mit einer Suite aus dem Weihnachtsteil von Händels „Messias“ in einer Bearbeitung von Matthias Gromer, dem Leiter des Bezirksbläserchores Bretten und Dozenten an der Musikhochschule Stuttgart.

Der klangstarke Konzertabend der Hamelner Blechbläser wurde einzig durch die mitunter von draußen störend hereindringende Weihnachtsmarktbeschallung beeinträchtigt. Doch der Freude wahrer Brass-Fans wie Waldemar Roth tat das keinerlei Abbruch. Im Gegenteil. Sie sangen das abschließende „Nun singet und seid froh“ nur noch eine Spur kräftiger als sonst.



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