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Die Kunstausstellung endet am Wochenende mit einer Performance

Was von der documenta bleibt

Kassel. Was bleibt, wenn am Sonntagabend nach 100 Tagen die Tore der documenta (13) geschlossen werden? Ein positiver Eindruck, da sind sich viele Experten einig. Der künstlerischen Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev sei es gelungen, „ein gutes Spannungsverhältnis“ zwischen übergreifenden aktuellen Themen und der Kunst herzustellen, sagte Markus Brüderlin, Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, der „Hessischen-Niedersächsischen Allgemeinen“. „Die documenta ist zu glatt und zu glitschig“, bemängelte dagegen Kunsthistoriker Christian Saehrendt.

veröffentlicht am 14.09.2012 um 14:24 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Timo Lindemann
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Die positiven Kritiken zu Beginn der weltweit wichtigsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst haben nur wenige Kratzer bekommen. Dazu zählt Brüderlin „die mehr oder weniger aufdringliche Neigung zur Selbstinszenierung“ von Christov-Bakargiev.

Bleiben wird wohl ein Zuschauerrekord. Zu den Gesamtbesucherzahlen wollte sich die documenta nicht äußern, doch nach genau 50 Tagen waren es mit rund 378 000 deutlich mehr als zur Halbzeit der 12. Ausgabe. Insgesamt hatte die documenta vor fünf Jahren rund 750 000 Besucher gezählt – schon damals mehr als je zuvor.

Auch Kunstwerke werden der Stadt erhalten bleiben: Die Stadt Kassel kauft unter anderem Teile der Installation „What Dust Will Rise?“ des US-Amerikaners Michael Rakowitz, Drucke des libanesischen Künstlers Walid Raad sowie Masken aus dreidimensionalem Pulverschichtdruck der Berliner Künstlerin Judith Hopf. Auch die beiden 2011 gepflanzten Apfelbäume dürfen weiter in der Karlsaue wachsen. Möglich, dass auch der Publikumsliebling und von den Kasselern geliebte Bronzebaum von Giuseppe Penone in der Stadt bleibt.

Und wie geht es weiter nach dem Ende der documenta (13)? Zunächst wird abgebaut: Die rund zwei Dutzend Hütten in der Karlsaue müssen weg. Der Schrotthaufen von Lara Favaretto am Kulturbahnhof werde vom Schrotthändler abgeholt, sagte documenta-Sprecherin Henriette Gallus. Der aus Abfällen entstandene und bewachsene „Doing nothing garden“ („Nichts-tun-Garten“) des chinesischen Künstlers Song Dong wird abgetragen. Bis Ende Oktober soll alles geschafft sein.



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