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Was Max Frischs Tochter mit Johann Gottfried Seume zu tun hat

Hameln (are). Wilhelm Raabe und Nelly Sachs sind dabei. Johann Gottfried Seume und Selma Meerbaum-Eisinger sind es auch. Ebenso wie Ursula Priess. Die Bibliotheksgesellschaft Hameln widmet sich in den vier Matineen ihres Halbjahresprogramms Persönlichkeiten, die ganz unterschiedliche Duftmarken in der Literaturgeschichte setzten.

veröffentlicht am 05.01.2011 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

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Da ist Wilhelm Raabe, dessen bevorzugte „Geschichtslandschaft“ das Weserbergland ist, seine Heimat. Seine Romane „Odfeld“ und „Hastenbeck“ spielen hier, aber auch die wenig beachtete Erzählung „Die Hämelschen Kinder“. Darin befasst sich der Schriftsteller (1831 bis 1910) mit einer historisch begründeten Darstellung der Rattenfängersage. Professor Dr. Gerd Biegel, Direktor des Instituts für braunschweigische Regionalgeschichte der Technischen Universität, referiert am Sonntag, 6. Februar, über die literarisch-historische Bedeutung des Rattenfängers.
Da ist Nelly Sachs, die Nobelpreisträgerin von 1966, für die Lyrik zur Überlebensfrage wurde. 1940 floh die Jüdin aus Deutschland. Und auch Selma Meerbaum-Eisinger, die 18-jährig im Zwangslager Michailowka starb, hat ein Gedicht-Album hervorgebracht. Die Schauspielerin Martina Roth singt-spricht die lyrischen Texte, an der Gitarre wird sie am Sonntag, 6. März, von Johannes Conen begleitet.
Da ist Ursula Priess, die Tochter von Max Frisch, die einen ganz intimen Blick auf die Stadt Istanbul wagt. Die Schriftstellerin, die heute in Norddeutschland und Berlin lebt, hatte sich zuvor für längere Zeit in der Türkei niedergelassen. Ihr Buch „Mitte der Welt – Erkundungen in Istanbul“ handelt von der Türkei, vom Schreiben und von der Liebe. Am Sonntag, 22. Mai, liest Ursula Priess persönlich daraus vor.
Da ist Johann Gottfried Seume, ein fast vergessener Literat der Goethezeit, der von 1763 bis 1810 lebte. Bernd Bruns, der Vorsitzende der Bibliotheksgesellschaft, begibt sich auf die Spuren des Reiseschriftstellers und Spätaufklärers. Am Sonntag, 19. Juni, zeichnet er das Leben und Werk Seumes nach, der mit Karl Ludwig August Heino Freiherr zu Münchhausen befreundet war. Alle Veranstaltungen beginnen jeweils um 11.15 Uhr im Vortragssaal der Pfortmühle.



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