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Was hat denn ein Don Juan mit "Big Lebowski" gemeinsam?

Hannover. Eigentlich nichts, möchte spontan antworten, wer Sebastian Schugs Inszenierung des Moliére-Klassikers nicht kennt. Wer sie kennt, die Inszenierung, die am Samstagabend im Schauspielhaus Hannover Premiere feierte, der weiß: Es steckt eine Menge Schluffitum in Don Juan, dem großen Frauenversteher und Frauenvergeher. Aljoscha Stadelmann nämlich spielt ihn als lausigen Schlussmacher und nachlässigen Vielraucher. Und das stört gar nicht, denn dieser Inszenierung geht es ohnehin mehr um Verfall als um Verführung.

veröffentlicht am 10.01.2011 um 12:07 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

don juan
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Hannover. Eigentlich nichts, möchte spontan antworten, wer Sebastian Schugs Inszenierung des Moliére-Klassikers nicht kennt. Wer sie kennt, die Inszenierung, die am Samstagabend im Schauspielhaus Hannover Premiere feierte, der weiß: Es steckt eine Menge Schluffitum in Don Juan, dem großen Frauenversteher und Frauenvergeher. Aljoscha Stadelmann nämlich spielt ihn als lausigen Schlussmacher und nachlässigen Vielraucher. Und das stört gar nicht, denn dieser Inszenierung geht es ohnehin mehr um Verfall als um Verführung.

Das Bühnenbild von Christian Kiehl ist schlicht, die Kostüme von Nicole Zielke leihen sich zumindest einige i-Tüpfelchen aus dem französischen Klassizismus aus. Das Stück, das als radikal und unmoralisch schon zu Moliéres Lebzeiten verpönt war, bewegt auch im Schauspielhaus einige Besucher dazu, den Saal vorzeitig zu verlassen. Und das ist schade, denn gerade das Ende, mit dem Schug die kämpferische Komödie krönt, ist großartig: Aljoscha Stadelmann fällt als Don Juan nicht nur aus dem Stück, sondern zuweilen auch aus der Rolle. Verlassen von seinen Gefährten, scheitert der Egomane im spöttischen Gespräch mit dem Tod. Julia Marre

Lesen Sie die Rezension zum Stück auf der Kulturseite unserer Dienstagsausgabe vom 11. Januar.



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