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Ihr festliches Programm zeigen LaLeLu im Theater – und verraten vorab, warum es lustig wird

Warum hat Weihnachten so viel Witzpotenzial?

Hameln. Die Gruppe LaLeLu kombiniert A-cappella-Gesang mit Comedy – und bezeichnet sich als „A-cappella-Band ohne Tabus“. Sänger Jan Melzer verrät doch ein Tabu, ehe er am Samstag mit seinem Hamburger Gesangs-und-Scherz-Ensemble im Theater gastiert. Um 20 Uhr beginnt ihre Weihnachtsshow; es gibt noch Karten.

veröffentlicht am 19.12.2012 um 13:47 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:41 Uhr

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Autor:

Julia Marre
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Herr Melzer, Sie kommen ja am Samstag mit Ihrem Weihnachtsprogramm nach Hameln, …

Naja, wenn nicht vorher die Welt untergeht, dann schon.

Ach ja, morgen soll’s ja soweit sein!

Ja, und das Gute ist: Wir haben mit „Biene Maya“ sogar ein Lied zum Weltuntergang.

Na, ob Sie das am 22. Dezember noch singen können?! Immerhin ist dann entweder die Welt untergegangen oder sie ist es nicht, dann passt es ja auch nicht mehr …

Eben. Genau das diskutieren wir noch. Nichts ist schließlich unaktueller als die Zeitung von gestern. Aber vielleicht bringen wir es als Zugabe.

Oder Sie lassen das Publikum abstimmen?!

Das könnten wir natürlich auch machen, gute Idee.

Seit 2003 spielen Sie bereits Ihr Weihnachtsprogramm. Was hat sich seitdem daran verändert?

Wir haben jedes Jahr neue Songs im Programm, in diesem Jahr sind es vier. Aber es gibt auch Klassiker wie die „Weihnachtsmetzgerei“ nach Rolf Zuckowski oder den „Tannenbaum-Rap“ – wenn wir die aus dem Programm nehmen, werden wir bestraft. Neu ist diesmal unter anderem eine Udo-Jürgens-Parodie, ein paar mehr Politchoräle, das Weihnachtsoratorium von Rainer Brüderle und unsere Gotye-Parodie zum Thema Weihnachtsgans.

Hat denn Weihnachten tatsächlich so viel Witzpotenzial?

Ja, es hat wahnsinnig viel. Ich glaube auch, dass das Weihnachtsprogramm unser bestes ist. Die großen Emotionen bieten so viele Fallstricke, dass das Scheitern in Weihnachten schon drin ist. Es erwartet eben jeder gezwungene Gemütlichkeit, und große Emotionen sind im Spiel. Weihnachten ist für eine Beziehung das, was der Vesuv für Pompeji war. In unserem Lied „Weihnachtsmetzgerei“ geht es zum Beispiel ums Schlachten für Weihnachten. Oder wir haben den Operettenschlager „Du willst dick werden“. Und George Michael singt „Wir schenken uns nichts“. Es gibt einfach so viele Themen!

Wenn Sie nicht singen, spielen Sie auch Schlagzeug, Saxofon und Blockflöte. Gibt’s bei Ihnen zu Hause also an Heiligabend handgemachte Weihnachtsmusik?

Ja, und zwar mit wahnsinnig vielen Blockflöten. Wir spielen als Quintett Barockmusik, sind also der Hausmusik-Tradition sehr treu geblieben. Gleichzeitig gibt’s aber auch Weihnachtsjazz, mein Vater spielt Schlagzeug und wir tragen selbst verfasste Gedichte vor. Es gibt ganz viel zu lachen. Das Programm geht dadurch natürlich von 19 bis 24 Uhr. Es ist fast wie ein LaLeLu-Konzert. Drei Generationen rocken das Wohnzimmer.

Gibt’s denn wenigstens da ein Tabu – also ein Lied, das partout nicht gespielt wird?

Ja, tatsächlich gibt es das. Bei meinen Eltern sind amerikanische Weihnachtslieder tabu. Die gibt’s bei uns gar nicht, da sind wir konservativ. Viel lieber singen wir „Oh Tannenbaum“ oder ein lautes „Gloria in excelsis Deo“. Das hat schon was von Fußballgesängen, herrlich!

Als Gast stand das Quartett LaLeLu vor wenigen Wochen bei der Satireshow „NDR Intensivstation“ auf der Bühne des Theaters. Nun kommt die Gruppe mit ihrem Weihnachtsprogramm: Frank Valet, Sanna Nyman, Jan Melzer und Tobias Hanf (v.l.n.r.). Foto: Matias Knoppe



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