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Hugh Jackman tritt in „Real Steel – Stahlharte Gegner“ als Kämpfer in den Ring

Warum dieser Film einen Blechschaden hat

Ein Boxer, der nicht mehr boxen darf. Ein Zehnjähriger, der ohne seinen Vater aufwuchs. Und ein rostiger Roboter, der auf dem Schrottplatz vergessen wurde. Drei angeschlagene Helden präsentiert der neue Film von Shawn Levy („Nachts im Museum 1+2“). Helden, die sich zusammenraufen müssen, wollen sie noch einmal Erfolg haben. Die Geschichte spielt, trotz der nostalgischen 50-Jahre-Atmosphäre, in einer nicht allzu fernen Zukunft, in einer Zeit, in der menschliche Boxer durch ferngesteuerte Metallriesen ersetzt werden. Der Grund: Den Zuschauern waren die normalen Faustkämpfe nicht mehr grausam genug.

veröffentlicht am 02.11.2011 um 14:21 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:41 Uhr

Autor:

Michael Ranze
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Charlie Kenton (Hugh Jackman) war einmal ein großer Fighter. Nun tingelt er mit zusammengelöteten, verbeulten Automaten durch die Provinz und lässt sie sogar gegen Stiere antreten – Blechschäden inklusive. Damit nicht genug: Eine von Charlies Verflossenen hinterlässt ihm einen zehnjährigen Sohn, von dem er bislang nichts wusste. Max (Dakota Goyo) ist eines dieser Kids, die sich ganz hervorragend auf Computer- und Videospiele verstehen. Dass sein Vater, eigentlich ein verantwortungsloser Hallodri, mit Kampfrobotern über die Lande zieht, findet der Bub klasse. Und nun kommt Atom ins Spiel, ein vorsintflutlicher Sparringsroboter, den Vater und Sohn auf einem Schrottplatz finden. Mit seinen blauen Augen, dem dünnen, schlaksigen Körper und dem rostigen Teint ist er zwar nicht schön, aber liebenswerter als seine blinkenden High-Tech-Rivalen. Atoms Besonderheit: Er arbeitet im sogenannten mirror mode, das heißt, er imitiert die Bewegungen seines Kontrolleurs. Und nun kommen endlich, in der wohl schönsten Idee des Films, wieder Charlies boxerische Fähigkeiten ins Spiel.

Natürlich läuft das alles, wie in so vielen Boxerfilmen, auf den Kampf der Kämpfe hinaus. Atom muss gegen einen furchterregenden Moloch namens Zeus antreten. Der Robo-Fight ist mindestens so aufregend wie einer der Klitschkos. Und das ist das Besondere an diesem Film: Er lädt, ähnlich wie die „Trans-formers“-Figuren, zur Identifikation mit Maschinen ein. Er hat vielschichtige Charaktere, deren Brüche interessant sind, er erzählt eine packende, charmante Vater-Sohn-Geschichte, die uns mitfiebern lässt, und er präsentiert aufregende Actionszenen, die immer im Dienst der Handlung stehen, doch auch für sich genommen Spaß machen. Wie sich hier die im Computer via Motion-Capture-Verfahren animierten Kontrahenten auf die Blechbirne kloppen – perfekt gemacht. Ring frei!

„Real Steel – Stahlharte Gegner“ ist im Maxx-Kino Hameln ab sofort zu sehen: täglich um 14.30, 17.15 und 20 Uhr, am Freitag und Samstag auch um 22.45 Uhr.



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