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Warum das "Rock am Ring"-Wochenende für Mia. wie eine Klassenfahrt wird

Drei Jahre lang hat die Musikwelt nichts gehört von der Berliner Elektropopband Mia. Nun ist die Band um Sängerin Mieze zurück - und beginnt am Samstag und Sonntag bei "Rock im Park" und "Rock am Ring" mit der Festivalsaison. Julia Marre sprach mit Gitarrist Andi Penn.

veröffentlicht am 01.06.2012 um 13:47 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

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Von Julia Marre

Hannover/Nürburg. Mit „Hungriges Herz“ landete die Berliner Popband Mia. 2004 ihren ersten Hit. Mit „Tanz der Moleküle“ 2006 einen weiteren. Nun ist ihr fünftes Album „Tacheles“ erschienen. Und an diesem Wochenende tritt die Band seit langem wieder auf – bei Deutschlands größtem Festival „Rock am Ring“. Mia.-Gitarrist Andi Penn verrät, worauf er sich dort besonders freut.

Andi, dieses Wochenende trittst Du mit Deiner Band Mia. bei „Rock im Park“, morgen bei „Rock am Ring“ auf. Habt Ihr heute Nacht allemann im Auto geschlafen, um Euch darauf einzustimmen?!
Nein, denn wir fahren sehr luxuriös mit einem Nightliner zu den Festivals. Das ist wie eine Klassenfahrt im Bus, ich mag so etwas. Wir freuen uns auch schon!

Das Schöne an Festivalauftritten ist ja: Man kann davor und danach jede Menge andere Bands live sehen. Bei wem stehst Du vor der Bühne?
Bei Deichkind und den Beginnern. Deichkind habe ich letzte Woche auf dem Sputnik Spring Break Festival bei Bitterfeld gesehen, wo wir auch gespielt haben. Und ich muss sagen: Das hat mich megamäßig geflasht. Deichkind-Shows sind echt groß. Eine Wahnsinnsnummer! Die neue Deichkind-Platte hatte ich gar nicht auf dem Plan. Songs wie „Leider geil“ hört man natürlich überall. Und die Beginner sehe ich mir auch an, weil ich sie mag. Jan Delay macht ja viel eigenes Zeug. Nun kehrt er zu seiner Band zurück. Es wird ein Best-Of.

Ihr seid lange nicht mehr als Band aufgetreten. Sind die Festivals jetzt eine Feuerprobe für neue Songs?
Tatsächlich haben wir letztes Wochenende in Bitterfeld unser erstes Konzert seit drei Jahren gespielt. Das war super, wir waren aber natürlich sehr aufgeregt. Und man scheint uns vermisst zu haben. Umso größer ist nun die Freude, bei Rock am Ring, dem Heiligen Gral großer deutscher Festivals, auf der Bühne stehen zu dürfen.

Auf Eurer „Zirkus“-Tour hat Sängerin Mieze am Trapez akrobatische Einlagen gezeigt. Wie wird die neue Show aussehen?
Es ist immer noch so, dass sich Mieze gern akrobatisch betätigt. Aber diesmal machen wir es „Tacheles“-mäßig. Weil die letzte Tour so lange her ist, konzentrieren wir uns erst mal auf die Festivals und erweitern das Programm für die Tour danach noch. Es soll ja eine richtig, richtig gute Tour werden.

Über Euer neues Album „Tacheles“ sagt Ihr, es sei die Quintessenz von Mia. Wieso?
Natürlich sind alle Platten irgendwie die Quintessenz von Mia. Nun kommt noch unsere lange Pause hinzu. Wenn man aus dem täglichen Prozess rauskommt, wirken die Entwicklungen wie ein Schritt. Es ist so, als ob man die Kinder von Verwandten und Bekannten ein halbes Jahr nicht sieht und sagt: „Die sind aber groß geworden!“ Mit so einem Bewusstsein, älter und reifer zu sein, ohne dabei langweiliger geworden zu sein, sind wir an die Platte rangegangen. Da ist das Forschen eine tolle Sache.

Inwiefern?
Na, all das, was die Mischung von Elektronik und handgemachter Musik angeht. Mit ein wenig Abstand merkt man, dass das genau das ist, was man machen will. So ging es uns beim Songschreiben, im Proberaum und im Studio.

  • Wer Mia. lieber drinnen sehen möchte: Am Freitag, 9. November, tritt die Band im Capitol Hannover auf. Ins Wohnzimmer überträgt Einsplus dieses Wochenende „Rock am Ring“.


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