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Nach dem großen Erfolg der Rap-Oper „Culture Clash“ soll nun „Rheingold“ mit Jugendlichen verfilmt werden

Wagners „Ring“ wird in der Oper zum Kinoevent

Hannover. Wenn der Chefdramaturg der Staatsoper Hannover, Ulrich Lenz, ankündigt, aus Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ eine Serie von Videoclips zu machen, müssen sich Wagnerianer auf einiges gefasst machen: Zwerg Alberich wird zum Dirigenten. Heervater Wotan wird zum Frontmann einer eigenen Band, die auf dem Dach des Opernhauses Rockmusik spielt. Und die Rheintöchter tanzen beim Wasserballett in einem hannoverschen Schwimmbad. „Die Story muss Jugendliche begeistern, es ist ein Fantasyroman der besten Art“, schwärmt Lenz schon jetzt. Nun stellte er die ersten Details des sechsmonatigen Projekts vor.

veröffentlicht am 23.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:41 Uhr

Autor:

Jan Sedelies
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Im Zentrum der „Nibelungen“-Produktion stehen die vier Szenen der „Rheingold“-Oper. In einer Kooperation von Staatsoper, Musikzentrum Hannover und der TVN Group geht es darum, 50 ausgesuchte Jugendliche aus hannoverschen Jugendzentren mithilfe von Dozenten wie der Regisseurin Franziska Stünkel („Vineta“) und dem Komponisten und Musiker Christoph van Hal („Wir sind Helden“, „Tanner“) für den Wagner-Stoff und die filmische Umsetzung zu begeistern und daraus Videoclips zu fertigen, die als DVD erscheinen.

Die Motivation für das Projekt dürfte aber im Erfolg der Rap-Oper „Culture Clash“ begründet liegen. Erstmalig kooperierten 2007 und 2008 Musikzentrum und Oper und schufen mit 70 Jugendlichen ein Stück, das später mit dem „pro vision“-Preis der Kulturstiftung der Region Hannover ausgezeichnet wurde. An diese Mischung aus Operntradition und Jugendkultur soll „Rheingold – Der Film“ anschließen. Jetzt begannen die Workshops für Musik, Tanz, Film und Schauspiel. Ende April soll gedreht werden. Die Ergebnisse sollen im Herbst zu sehen sein.



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