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„Made in Germany Drei“

Vorhang auf für die junge Kunstszene

HANNOVER. Wer sich für Gegenwartskunst interessiert, hat 2017 die Qual der Wahl: Documenta, Biennale Venedig, Skulpturprojekte Münster. Aber auch Hannover möchte mitmischen und konzentriert sich dabei auf den Produktionsstandort Deutschland.

veröffentlicht am 02.06.2017 um 13:50 Uhr

Yorgos Sapountzis präsentiert im Sprengel-Museum seine Installation „Nackte Erben“. Foto: Tim Schaarschmidt/HAZ

Autor:

Christina Sticht
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Im Superkunstjahr mit der Kasseler documenta und Biennale in Venedig will die Ausstellung „Produktion. Made in Germany Drei“ Kunstbegeisterte zu einem Abstecher nach Hannover verleiten. In drei Häusern sind Arbeiten von 41 Solo-Künstlern beziehungsweise Kollektiven zu sehen. Sie repräsentieren die vielfältige Szene in und aus Deutschland. Es gehe nicht um eine Definition nationaler Kunst, betonen die Organisatoren. Der Schwerpunkt liege auf den Produktionsbedingungen am Standort Deutschland. Vertreten sind zahlreiche in Berlin lebende Künstler wie Daniel Knorr, Yorgos Sapountzis, Raphaela Vogel oder Kasia Fudakowski. Die Schau im Sprengel Museum, in der Kestnergesellschaft und im Kunstverein Hannover läuft bis zum 3. September.

„Wir wagen den Sprung über die Disziplinen. Das unterscheidet uns von anderen Großbaustellen der Kunst in diesem Jahr“, sagt der Direktor des Sprengel Museums, Reinhard Spieler. Mit im Boot sind das Schauspiel Hannover, das Festival Theaterformen sowie die Kunstfestspiele Herrenhausen, ein Musikfestival. Das Kooperationsprojekt wird mithilfe von Stiftungen und Sponsoren realisiert und hat einen Etat von knapp einer Million Euro. Die ersten beiden Ausgaben von „Made in Germany“ in Hannover in den Jahren 2007 und 2012 lockten jeweils etwa 60 000 Besucher an.

Viele Werke entstanden eigens für die Schau. So wählte der Grieche Sapountzis für seine Installation „Nackte Erben“ Skulpturen aus der Sammlung des Sprengel Museums aus und inszenierte sie mit Tüchern und Fotografien wie auf einer Bühne. „Sie sollen miteinander in einen Dialog treten und Emotionen wecken“, erklärt der Künstler. Das Kollektiv „Das Numen“ präsentiert fünf riesige Pfeifen, die von digital vernetzten Wetterstationen weltweit bespielt werden. „Sie erfahren das Klima in diesen Räumen. Wir sind sehr aktuell mit diesem Thema“, sagt Gabriele Sand, eine der Kuratorinnen.

Schwerpunkt ist die junge, internationale Gegenwartskunst aus Deutschland. Erstmals werden aber auch Werke von drei älteren, die junge Generation prägenden Künstlern gezeigt.
Die Ausstellung ist bis zum 3. September in der Kestnergesellschaft, dem Kunstverein und dem Sprengel-Museum zu sehen. Das Kombiticket gestattet den Besuch an unterschiedlichen Tagen und kostet 14 Euro. Einzeltickets kosten in der Kestnergesellschaft 7 Euro, im Kunstverein 6 und im Sprengel-Museum 7 Euro.



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