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Und beim Geburtstagskonzert wurde im Münster St. Bonifatius eine Rarität gezeigt

Vor 30 Jahren kostete die Orgel 400 000 Mark

Hameln. Schöner kann man einen Orgelgeburtstag wohl kaum feiern als mit einer Händel-Arie und fünf Orgel-Toccaten des großen Johann Sebastian. Kaum jemand kennt das Geburtstagskind, das von der Orgelbauwerkstatt Marcussen im dänischen Apenrade geschaffene, 28 Register umfassende Instrument, besser als die Münster-Kantorin Maria Potaschnikova. Zusammen mit der in Hameln nicht unbekannten Sopranistin Jana Girdt setzte Potaschnikova die Orgel beim Jubiläumkonzert ins rechte Licht. Sie reizte die Klanggewalt der 1921 aus einer Zinn-Bleilegierung sowie aus Kupfer bestehenden Pfeifen in einem beeindruckenden Konzert gänzlich aus.

veröffentlicht am 04.10.2010 um 15:17 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Das ist eine schöne neobarocke Orgel, auf der man alte Musik ebenso gut wie neue und klassische Musik spielen kann“, so die Kirchenmusiker. Sicher, die Orgel in der Marktkirche sei größer und es brauche Registranten, um die Marcussen-Orgel zu spielen, doch schätzte sie das Instrument sehr.

Rund 400 000 Mark habe die seinerzeit gekostet, sagt die für die Kirchenmusik am Münster zuständige Ruth Hegemann. „Wir haben durch einen Hausverkauf und eine großzügige Spende von 10 000 Dollar, damals 40 000 Mark wert, knapp die Hälfte der Kosten selbst aufgebracht. Den Rest hat das Landeskirchenamt übernommen“, erinnert sich der ehemalige Münster-Pastor Alfred Grosse. Die 1980 nach zwei Jahren Lieferzeit aufgebaute Orgel ersetzte die alte, marode Furtwängler-Orgel von 1874. Die Neuanschaffung führte zudem zur großzügigen Umgestaltung des Kirchenraumes: Die Empore wurde abgerissen, das Westfenster freigelegt und eine neue Orgelbrücke eingebaut.

Beim von der Jugendwerkstatt erstellten und von der evangelischen Jugend servierten Geburtstagsimbiss gab ein erst unlängst wiederentdeckter Amateurfilm den Gästen des Jubiläumskonzertes Einblick in den Aufbau der Orgel um die Jahreswende 1979/80.

Besonders stolz sind Ruth Hegemann und die Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Marion Müller, über eine CD mit von Maria Potaschnikova eingespielten Bach-Orgelwerken. Die hat ihr Schüler Konstantin Volostnov in einer Auflage von 500 Exemplaren produziert. Erhältlich ist der Tonträger im Haus der Kirche und bei der Münster-Gemeinde.

Sopranistin Jana Girdt und Organistin Maria Potaschnikova – für den Einbau der Orgel von 1979 bis 1980 wurde die Empore abgerissen und eine neue Orgelbrücke eingebaut. Foto: eaw



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