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Zum 150. „Geburtstag“ von Max und Moritz blickt das Karikaturmuseum Wilhelm Busch auf die Comic-Geschichte

Von Superhelden und Schuljungenstreichen

Hannover (Zi). Max und Moritz sind nun 150 Jahre alt geworden. Oder jung geblieben? Gratulation! Aus diesem Anlass eine Geburtstagstorte? Da ist Vorsicht geboten, bestimmt steckt wieder ein Streich dahinter. Aber zurück zur Realität – Frage: Sind nicht wir die Beschenkten? Die große Ausstellung „Streich auf Streich – 150 Jahre Max und Moritz. Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute“ hat man doch letztlich für uns, die Busch-Fans, erstellt.

veröffentlicht am 20.02.2014 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:41 Uhr

Busch
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Hannover (Zi). Max und Moritz sind nun 150 Jahre alt geworden. Oder jung geblieben? Gratulation! Aus diesem Anlass eine Geburtstagstorte? Da ist Vorsicht geboten, bestimmt steckt wieder ein Streich dahinter. Aber zurück zur Realität – Frage: Sind nicht wir die Beschenkten? Die große Ausstellung „Streich auf Streich – 150 Jahre Max und Moritz. Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute“ hat man doch letztlich für uns, die Busch-Fans, erstellt.
Es war der Pädagoge und Wissenschaftler Rudolphe Töpfer, dessen erste, selbst gemachte komische Bilderromane 1833 in Genf erschienen. Dank Erfindung der Dampfpresse um 1830 konnten diese ersten Vorläufer des Comics bald einem größeren Leserkreis zugänglich gemacht werden. Selbst Goethe soll sich bald danach lobend über die im privaten Kreis zirkulierenden Bilderbücher geäußert haben.
Dann kam der 19. November 1864: Wilhelm Busch hatte dem Verleger J. Heinrich Richter in Dresden „ein kleines Buch geschickt“. Eine beiläufige Bemerkung mit ungeahnten Folgen: Die beiden Spitzbuben Max und Moritz machten ihren Schöpfer weltberühmt. Ab 1856 werden Buschs Fortsetzungen über die bösen Buben in der humoristischen, reich illustrierten deutschen Wochenschrift Fliegende Blätter veröffentlicht: gezeichnete, mit Texten kombinierte Darstellungen von Lausbubenstreichen – die heute landläufige Definition für Comics.
Den Auftakt für die über das gesamte Jubiläumsjahr verteilte Ausstellungsserie im Deutschen Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover macht nun die komplette Handschrift aller Max-und-Moritz-Streiche im Original. Ausgehend von Max und Moritz und weiteren Bildergeschichten des Altmeisters Wilhelm Busch beleuchtet die Ausstellung anhand von 250 Originalzeichnungen und 100 historischen Erstdrucken die deutsche Comic-Geschichte bis in die Gegenwart. In 15 Abteilungen werden thematisch und künstlerisch zusammengehörige Comic-Werke, darunter Klassiker wie moderne Comic-Meilensteine, von außerordentlichem Rang aus dem gesamten deutschsprachigen Raum gezeigt: „Mecki“, „Nick Knatterton“ und die „Digedags“, „Fix und Foxi“, „Werner“, „Kleines Arschloch“, „Der bewegte Mann“ und „Strizz“.
 Besondere Beachtung verdienen auch die künstlerischen Graphic Novels von Isabel Kreitz, Reinhard Kleist und Ulli Lust sowie die nach japanischem Vorbild gezeichneten „Germangas“ und die Comics der Zukunft: Web-Comics und Internet-Blog-Comics. Anhand der Arbeiten deutschstämmiger Meister der spitzen Feder, die für Verlage in den USA, Frankreich, Belgien und Japan zeichnen, wird die internationale Vernetzung des deutschen Comics deutlich – von den „Katzenjammer Kids“ über „Donald Duck“ bis zu aktuellen Superhelden-Comics.
Die Ausstellung „Streich auf Streich – 150 Jahre Max und Moritz. Deutschsprachige Comics von Wilhelm Busch bis heute“ ist bis zum 27. April im Deutschen Museum für Karikatur und Zeichenkunst Hannover zu sehen.



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