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Das Landesjugendblasorchester mit seinem Abschlusskonzert im Theater Hameln

Voller Spielfreude und mit Leidenschaft

Hameln. Im Foyer des Theaters lag erwartungsvolle Aufgeregtheit in der Luft, als sich am Samstag Verwandte und Freunde – leider nur wenige Hamelner Musikfreunde – auf das Konzert des Landesjugendblasorchesters einstimmten. Dabei hatten die 60 jungen Musiker unter der Leitung von Matthias Höfert ein weitaus größeres Publikum verdient gehabt.

veröffentlicht am 18.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

Die Querflöten im Landesjugendblasorchester. Foto: ag

Autor:

Andrea Gerstenberger
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Eindrucksvoll schon der Auftakt mit der „Fanfare for the Common Man“ von Aaron Copland, bevor es mit Lorenzo Pusceddus „Divertimento“ in südländischer Leichtigkeit weiterging zu Gustav Mahlers melancholischen „Liedern eines fahrenden Gesellen“. Sie zelebrierte der Bariton Kazuhisa Kurumada, Musikstudent bei Thomas Mohr in Bremen und erst wenige Stunden vor der Aufführung für Dietmar Sander eingesprungen. Ohne zwei der vier Mahlerlieder im Gesangsunterricht je erarbeitet zu haben und mit nur einer kurzen Orchesterprobe, beeindruckte er mit seinem Talent.

Das tat das Orchester im zweiten Teil mit der „Carmina Burana“ von Carl Orff. Man mag es nicht glauben, dass die Musiker zwischen 14 und 23 Jahren dieses Werk nur eine Woche unter Matthias Höfert geprobt hatten und zehn Musiker erst neu im Orchester sind. Dennoch boten sie alle vom ersten bis zum letzten Fortuna ein Klangerlebnis, das keine Wünsche offen ließ und im Feinschliff der Melodien, dem harmonischen Zusammenspiel aller Register sowie im daraus resultierenden mächtigen Klang keinen Vergleich mit bekannten Orchestern scheuen muss. Unverkrampft, voller Spielfreude und mit Leidenschaft präsentierte das Nachwuchsorchester dieses an Klangvielfalt farbenfrohe Werk. Alles kleine Stars, sind dennoch zwei besonders zu erwähnen. Solist Henry Hope, der im 7. und 8. Satz mit seinem Baritonsaxofon mit viel Gefühl wunderbar die ausgefallenen Gesangspassagen ersetzte, und Andreas Noack. Sein Spiel auf der Oboe stach immer wieder aus der sehr guten Orchesterleistung hervor.

Das Landesjugendblasorchester lädt am 7. November zum Probenvorspiel in die Musikschule Langenhagen ein. Informationen unter www.landesmusikrat-niedersachsen.de.



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