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Melancholische Melodien und Balkan-Beats: 17 Hippies feiern im Ringlokschuppen eine „Fête de la Musique“

Volkstümliche Reiseberichte als Chansons in Berliner Art

Bielefeld. Wer durch dichtes Schneetreiben den Weg zum Ringlokschuppen fand, wurde nun mit einer „Fête de la Musique“ in gemütlicher Atmosphäre belohnt. Sentimental-schöne Melodien und mitreißende Rhythmen bestimmten den Abend mit den 17 Hippies. Wieder auf Tour in Deutschland, auch hier Schnee wie im Januar auf der Tour durch Amerika und Kanada. Und im Gepäck: Kontrabass, Banjo, Ukulele, Gitarre, Geigen, Cello, Akkordeon, Klarinette, Trompete, Posaune, Glockenspiel und die neue CD „El Dorado“.

veröffentlicht am 17.02.2009 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 11:41 Uhr

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Autor:

Gabriele Laube
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Die 13 Multiinstrumentalisten lassen es krachen, mit traditioneller Musik vom Balkan, aufgepeppt und leichthin abgemischt mit allem, was ihnen auf ihren Reisen begegnet ist, dargeboten auf ihre eigene Berliner Art. Der Titelchanson(g) in Franglais, einem Gemisch aus Französisch und Englisch, gesungen von der Akkordeonistin Kiki Sauer, handelt vom „es sich besser gehen lassen“, vom Suchen und Finden, vielleicht eines neuen Partners, vielleicht aber auch nur von dreieinhalb Minuten purem Glück. Melancholische Chansons und rasante Balkan-Beats im Wechsel und ein Publikum, das diese Herausforderung mit Freude annimmt.

Bei „Kaukapol“ trifft akustischer Krautrock auf rumänischen Tanz, „Uz“ kommt daher im rasanten Cajun-Scat-Style, unterlegt mit türkischem Rhythmus und bringt in südhessischem Ur-Dialekt die Lebensweisheiten einer alten Dame zu Gehör, die Aufforderung zum Tanz bleibt nicht ungehört. Auch die älteren Stücke wurden nicht vergessen: schön der Titel „Was bleibt“ mit Kerstin Kaernbach und ihrer singenden Säge. „Tick, Tack“ unter Mitwirkung des Bielefelder Publikums als Kanon zelebriert, der ob der Professionalität Erstaunen bei der Band auslöst. Auch wenn die Gruppe einige Stücke ein wenig ausreizt und damit etwas langatmig erscheinen lässt – der Eindruck nach diesem zweieinhalbstündigen Musikfest bleibt positiv.

Die 17 Hippies sind am Dienstag, 24. Februar, um 20 Uhr live zu erleben im Capitol Hannover.

Spielen sogar in Andreas Dresens neuem Film „Whisky und Wodka“ eine kleine Rolle: 17 Hippies.

Foto: Laube



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