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Viele Effekte, wenig Charakter: Die drei Musketiere reloaded

Einer für alle! Alle für einen!“ Ein Aufruf, der immer mal wieder durch die Filmgeschichte hallt. So bereits 1993, 1974 und 1948. Der Klassiker von Alexandre Dumas ist nicht totzukriegen. Und so treten die Musketiere Athos, Porthos und Aramis, vervollständigt durch d’Artagnan, ein weiteres Mal an, um einen drohenden Krieg zwischen Frankreich und England abzuwenden. Michael Ranze hat sich die aktuelle 3D-Neuverfilmung vorab angesehen: Eine Neuauflage, die mit Starbesetzung glänzt, sich aber vom ursprünglichen Plot entfernt.

veröffentlicht am 31.08.2011 um 14:54 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:41 Uhr

Musketier
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Von Michael Ranze
Einer für alle! Alle für einen!“ Ein Aufruf, der immer mal wieder durch die Filmgeschichte hallt. Zuletzt 1993 und am beeindruckendsten in den Verfilmungen von George Sidney (1948) und Richard Lester (1974). Der Klassiker von Alexandre Dumas ist irgendwie nicht totzukriegen. Zu attraktiv sind die Zutaten von Liebe, Action und historischem Flair. Und so treten die Musketiere Athos (Matthew MacFayden), Porthos (Ray Stevenson) und Aramis (Luke Evans), vervollständigt durch d’Artagnan (Logan Lerman), ein weiteres Mal an, um einen drohenden Krieg zwischen Frankreich und England abzuwenden.

Im Jahr 2011 reichen dafür aber nicht mehr nur Schwerterklirren und Faustkämpfe. Regisseur Paul W.S. Anderson, bekannt für die „Resident Evil“-Reihe, hat in 3-D gedreht und gibt ordentlich an. Besonders bei den Landschaftsaufnahmen und den Stadtbildern weiß man vor Pracht manchmal gar nicht, wo man hinschauen soll.

Und auch sonst ist einiges anders: Den üblichen Degenduellen fehlt diesmal das Spielerische – ein Gegner nach dem anderen wird brutal abgestochen. Beim abschließenden Showdown lässt der Regisseur zwei übergroße Luftschiffe aufeinander los – der Zuschauer soll zuallererst mit erstaunlichen Schauwerten überwältigt werden. Leider geht darüber ein wenig das Interesse an den Figuren verloren. Das offenbart sich besonders an Lady de Winter, die von Milla Jovovich wie Alice, ihre Figur aus „Resident Evil“, interpretiert wird. Einmal legt sie auf dem Dach eines Schlosses die gesamte königliche Wache mit Handkante und Fußkick lahm, nachdem sie ihre schweren Gewänder abgelegt hat. In Zeitlupe wirbelt sie durch die Luft, um der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen. Das ist nicht mehr die intrigante Lady de Winter, wie Lana Turner und Faye Dunaway sie verkörpert haben. Von Eleganz und Größe keine Spur.

Die Musketiere Athos (Matthew MacFayden), Porthos (Ray Stevenson) und Aramis (Luke Evans), vervollständigt durch d’Artagnan (Logan Lerman). Foto: Constantin
  • „Die drei Musketiere“ kämpfen ab heute auch im Maxx-Kino Hameln: täglich um 14.30, 17.15, 20 und 21 Uhr. Am Freitag und Samstag auch um 22.45 Uhr.


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