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Laienspielgruppe Halvestorf im Theater

Viel Trubel um den „Schlitz im Kleid“

Hameln. „Dann mach ich mir n’ Schlitz ins Kleid und find’ es wunderbaaar“, säuselte einst Ulk-Nudel Ingrid Steeger als Nummerngirl in Michael Pfleghars Kult-Comedyserie „Klimbim“. Gleichermaßen wunderbar, wenngleich in komödiantisch ganz anderem Stil, präsentierten die Damen der Laienspielgruppe Halvestorf ihren „Schlitz im Kleid“. Die Ankündigung „Wellness für ihre Lachmuskeln“ erwies sich eher als Untertreibung, denn was die neun Amateurschauspielerinnen unter der Leitung von Dagmar Jürgens da im großen Haus des Hamelner Theaters auf die Bühne brachten, war rundum wunderbare Unterhaltung. Die Handlung besitzt alle Voraussetzungen zu komödiantischen Turbulenzen: Regina, die Chefin des Familienbetriebes „Knobloch-Fashion“, ist ein wahrer Drachen und will ihre vollschlanke Konkurrentin Bernadette de Chan Son (Heike Dreyer) mit allen Mittel ausstechen. Das bombastische Kleid mit Schlitz, das auf einer großen Show den Durchbruch zur Haute Couture bringen soll, steckt im Stahlkoffer, doch einen Tag vor der Entscheidung haucht Regina überraschend ihr Leben aus. Der Streit um ihre Nachfolge entbrennt.

veröffentlicht am 10.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 04:41 Uhr

Blondchen Linda wickelt Timo um den Finger.  Foto: geb

Autor:

Ernst August Wolf
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Erstmals auf großer Bühne

Seit 24 Jahren spielen die Halvestorfer Damen Theater, jetzt das erste Mal auf großer Bühne. Gegen professionelle Routine setzen sie Theaterbegeisterung voller Herzblut. Herrlich herrschsüchtig Franziska Sander als Regina, die täglich mindestens zwei Flaschen „wegnippt“, ein Schenkelklopfer Heidrun Vieregge als reimender Schlosser Ulf Petzold, beeindruckend zielstrebig Manuela Bronder als intrigantes Blondchen Linda Kärmer, die versucht, den von Katja Usadel glänzend gespielten trotteligen Sohn Timo um den Finger zu wickeln, umso Firmenchefin zu werden.

Ziemlich deftig und hart am Rande des schwarzen Humors segelt das Stück, wenn an Reginas Leiche deren Ehemann Kai-Uwe, von Marion Binder mit angeklebtem Bart, Bademantel und Flip-Flops dargestellt, sein Glück über Reginas Dahinscheiden kaum fassen kann. Deren Tod geheim zu halten aber scheitert an der „Stimme des Volkes“, der Journalistin Margit Sommer.

Am Ende Aussöhnung, zwei Liebespaare und ein Riesenapplaus für einen Theaterabend, der sich in der Tat als Fitnessstunde für die Lachmuskeln erwies.

Viele Fotos der Aufführung im Internet auf www.dewezet.de



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