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Eine Art feudaler Poetry Slam in der Vinothek

Vergnüglich geklärt und „geschrothet“

Hameln. Schroth streut wie Schrot – und was den Biss betrifft, könnte man sich manchmal an den harten Kügelchen die Zähne ausbeißen. Hans-Georg Schroth und Klaus-Dieter Thöm sind am Donnerstagabend in der Vinothek in der Osterstraße mit Schrothschüssen und Hamel-Unken zu Gast. Es ist eine schräge Lesung mit schiefen Einsichten. Ein intimer Rahmen, nach Dieter Hildebrand eine besondere Atmosphäre für Kleinkunst und geschro-thet: „Der Sieger bedarf des Besiegten sehr.“ Dann beispielhaft: „Auf Knien kommt man unter Umständen sehr weit“ oder „Die Wahrheit siegt immer, da immer das wahr ist, was siegt.“ Und ganz frisch: „Homo homini lupus est – zu Schroth-deutsch: „Der Mensch ist des Menschen Wulff“. Na also. „Verzeih, dass der Brief so lang wurde, ich war in Eile“, schrieb schon Goethe und bekannte sich zur Kürze als Würze – und noch ein aphoristischer Schrothschuss: „Auch Stinktiere hinterlassen Duftmarken.“

veröffentlicht am 02.03.2012 um 15:15 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:21 Uhr

Autor:

Richard Peter


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