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Hinreißend: Die „Nacht der Musicals“ verleiht der Rattenfänger-Halle Glanz

Turnhallen-Charme ade

Hameln. Tolle Kostüme, eine hinreißende Choreografie der Broadway Musical Dance Company, herrliche Stimmen im so typisch-eigenwilligen Musical-Stil, ein spektakulärer Einstieg mit „Tanz der Vampire“ – vor allem aber: eine mitreißende Ensemble-Leistung. Die „Nacht der Musicals“ setzte die Hamelner Rattenfänger-Halle am Sonntagabend so faszinierend ins rechte Licht, dass man den Turnhallen-Charme der Mehrzweckhalle an der Weser glatt übersehen konnte.

veröffentlicht am 01.02.2016 um 15:37 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:29 Uhr

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Autor:

Richard Peter
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Furioses Tempo bei „Jesus Christ Superstar“ mit Tamás Száraz, Ausflug ins Publikum inklusive – und auch hier begeisternde Tanzeinlage. „Phantom der Oper“ – Elvira Kalev Cattaneo mit „Think of me“ und anschließendem Duett mit Istvan Csiszar als Phantom. Ein Höhepunkt ganz sicher: Michael Ewig als Falco mit „Rock Me Amadeus“ und akrobatischen Einlagen. Und immer wieder ein Hit: „Memory“ aus Lloyd Webbers „Cats“ mit Marina Pechmann und Gänsehaut-Feeling.

Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“: Udo ziemlich genau getroffen, dazu ein bisschen deutsch-deutsche Geschichte rekapituliert – und dass Udo sich bei einem Konzert im Ambiente von „Honis Lampenladen“ in die FDJ-Aktivistin Jessy verliebt hat. Dann „Les Miserables“ mit beeindruckend eingesetzter Kopfstimme und schließlich: ein Medley aus „Mamma Mia!“ mit rasanten Tanzeinlagen. Wie doch die Zeit verfliegen kann. Pause.

Ein Ever-Hit: „The Rocky Horror Show“ mit Michael Ewig als perfekter Frank N. Furter – dezent ferkelnder Transvestit mit Charme und Draht zum Publikum, das er vorübergehend vergnüglich mit Applausbeschaffung beschäftigt. Highlights auch im zweiten Teil: „Don’t cry for me Argentina“ aus Webbers „Evita“ mit Marina Pechmann – auch in „König der Löwen“ mit den berühmten Kopfschmuck-Masken. Die gebürtige Wienerin Cattaneo als Sisi in „Elisabeth“ mit der berühmten Frisur mit Sternen und mindestens so taillenbetont wie das Original. Umwerfend Tamara Peters in „Queen“ mit einer Super-Choreografie – und klar doch: „We are the champions“ und den Turbo gezündet mit „We will rock you“. Und ganz im Gegenteil – und bezaubernd sechsstimmig: „The Rose“. Auch wenn Udo Jürgens behauptet: „Ich war noch niemals in New York“ – in Hameln war er natürlich. In der Rattenfänger-Halle. Nicht nur einmal – und immer bis zum weißen Bademantel.

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  • „The Rocky Horror Show“: Michael Ewig gibt einen perfekten Frank N. Furter ab.

Zugaben – Tanzkurs inbegriffen und Licht-Show à la Publikum mit Handys. Als Schlusspunkt: „The Show must go on“. Aber ja doch – und das als Kompliment.



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