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Konzert im Theater am Aegi

Tina Dicos Folkpop-Perlen bringen royalen Glanz

HANNOVER. Wer Anna Depenbusch nicht kannte, ist sichtlich überrascht von der entzückenden Hamburgerin, die im Vorprogramm zu Tina Dico sechs charmante Popsongs vorträgt, die das Chansonhafte besonders herausstreichen. Am Klavier sich selbst begleitend, überführt Depenbusch in „Tim liebt Tina“ Schnitzlers erotischen „Reigen“ in die Gegenwart, buchstabiert die Liebe alphabetisch durch und spielt mit den knapp 900 schmunzelnden Gästen metaphorisch „Stadt Land Fluss“.

veröffentlicht am 15.11.2018 um 17:52 Uhr

Tina Dico stellte dem Publikum in Hannover ihr Album „Fastland“ vor. Foto: jed
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Autor

Martin Jedicke Reporter
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Ein bezaubernder Auftakt, der die Vorfreude auf ein Wiedersehen heraufbeschwört. Dann vielleicht wieder mit Band und im Pavillon, der den Abend veranstaltet, der auf Wunsch Tina Dicos dieses Mal ins Theater am Aegi verlegt wurde. Für die Dänin der nächste Schritt.

In ihrer Heimat ist sie schon lange ein Superstar, geadelt durch eine Einladung zum 50. Geburtstag des Kronprinzen, der sich ein Ständchen wünschte. Dico sagt zu und bekommt später Bammel, werden die Feierlichkeiten doch im Fernsehen übertragen. Aber Dico zeigt Mut, komponiert „Adams House“ und baut auf Frederiks Humor. Sie zeigt den Prinzen als Student in Harvard, der sich zum Partymachen mit Kommilitonen in dem Wohnheim trifft. Ein fröhlicher Up-Tempo-Song, der nicht nur Frederik gefällt.

Tina Dico lebt heute mit ihrer Familie und ihrem Mann Helgi Jónsson, der am Mittwochabend Klavier, Keyboards, Akustikgitarre und Posaune spielt, in Island. Die Kälte hat sie dort gelassen, denn ihre warme Altstimme besticht in A-cappella-Passagen genauso wie im Zusammenspiel mit ihren Bandmitgliedern oder im Wechselgesang mit dem Publikum, lässt sich aber auch nicht unterkriegen, wenn in „Count to Ten“ Dennis Ahlgrens E-Gitarre losbricht.

Ein knappes Drittel von Dicos Folkpop-Perlen stammen von ihrem wunderbaren neuen Album „Fastland“, das vorsichtig Elektronik einbaut. „Fancy“ basiert auf einem Beat, den Schlagzeugerin Marianne Lewandowski auf E-Pads schlägt, und Dico wundert sich über all den
Kram, der sich im Leben ansammelt. Früher hätten ihr eine Gitarre und ein paar Songs gereicht, erinnert sich die 41-Jährige.

Nach vier Zugaben holt das begeisterte Publikum die Band noch einmal auf die Bühne. Mit Dico und Ahlgren an Akustikgitarren stehen die vier vorn an der Rampe: Unverstärkter Gesang, Fingerschnippen – mehr braucht es nicht. Ein bezaubernder Abend in royalem Glanz.



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