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Junges Ensemble des Theaters Hameln zeigt „Dunkles Land“

Strom gekappt – was nun?

HAMELN. Holger Schobers Schauspiel „Dunkles Land“ in einer Inszenierung von Theresa Blessing bringt das Junge Ensemble des Theaters Hameln am Dienstag, 19. Juni, um 19.30 Uhr auf die TAB-Bühne. „Das ist alles erst ein paar Jahre her. Aber es fühlt sich an, als wären Ewigkeiten vergangen. Aber die Zeit spielt keine Rolle mehr, wenn es nichts mehr gibt, wofür man seine Zeit verschwenden kann. Es ist dies die Zukunft, über die wir sprechen, aber in dieser Sekunde wird die Zukunft zur Gegenwart.“ So könnte man die Handlung des Schauspiels überschreiben.

veröffentlicht am 15.06.2018 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 15.06.2018 um 18:20 Uhr

„Dunkles Land“ ist ein Thriller, der trotz düsterer Zukunftsprognose das eine oder andere Mal schmunzeln lässt. foto: pr
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Was passiert, wenn unserer Welt voller sozialer Medien, WLAN-Spots, Smartphones und elektronischen Lieblingsspielzeugen der Strom gekappt wird? Was würde passieren, wenn alle elektronischen Geräte und Leitungen mit einem Mal durch eine EMP-Bombe zerstört würden? Der postapokalyptische Thriller „Dunkles Land“ stellt genau diese Frage. Denn nach dem Chaos, der Angst und dem Hunger geht das Leben weiter. Aber wofür geht das Leben weiter? Warum ums Überleben kämpfen, wenn es nichts mehr gibt, was das Leben lebenswert macht? Acht Menschen kämpfen hier nicht nur ums Weiterleben, sondern auch um einen Sinn für das Weiterleben.

Holger Schober hat mit diesem Stück einen skeptischen Blick auf unsere von der Elektrizität abhängige Gesellschaft geworfen und spielt in dem postapokalyptischen Thriller nicht nur mit dem Genre selbst, sondern auch mit unserer Sucht nach Smartphones, Tablets und elektronischen Rasierapparaten.

Ein Thriller, der den Zuschauer trotz der düsteren Zukunftsprognose das eine oder andere Mal schmunzeln lässt.red



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