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Stellenweise blutarm: „Dracula“ im Theater

Von Ernst August Wolf

Hameln. Das Thema passt zu Halloween und dunkler Jahreszeit. Längst ist Bram Stokers Roman um den blutsaugenden Untoten Graf Dracula nicht nur Vampiristen-Kult. Doch genialen Verfilmungen wie F. W. Murnaus „Nosferatu“ oder Roman Polanskis „Tanz der Vampire“ mal eben eine erfolgreiche Bühnenfassung hinzuzugesellen, steht auf einem anderen Blatt. Konstantin Moreth hat es mit dem Münchner Ensemble „theaterlust“ versucht. Herausgekommen ist eine brave Umsetzung der Romanvorlage, in der ein Professor van Helsing (Stefan Lehnen), dessen Kostüm einer Karl-May-Freiluftaufführung entliehen scheint, neben recht blass und blutarm agierenden Mitstreitern – erfrischende Ausnahme Anja Klawun als Lucy – über die Bühne tollt.

veröffentlicht am 02.11.2009 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:41 Uhr

Dracuka
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Das allerdings verlangt angesichts des raffiniert verschachtelten Bühnenbildkonstrukts mitunter artistisches Geschick, droht doch ab und an ein waghalsiger Balanceakt schiefzugehen. Das Einzige, das neben dem umwerfenden Sexappeal, den die in blutroten Samt gehüllte Nina Schmieder in der Schlussszene verströmte, das Blut in den Adern der Zuschauer im weniger als zur Hälfte besuchten Theatersaal etwas schneller fließen ließ.

 

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